Südöstlich von Würzburg an Romantischer Straße.
Fremdenverkehr, vielseitige Industrie, Landwirtschaft.
Geschichte:
8. Jh. Benediktinerkloster am Onoldisbach. Ansbach 1221 als Stadt erwähnt,
1331 an die Burggrafen von Nürnberg, 1474 an die brandenburgischen
Markgrafen von Ansbach. 1791 an Preußen, 1806 an Bayern. Dinkelsbühl
(aus 7. Jh.) war freie Reichsstadt.
Weiteres:
In Ansbach markgräfliches, ehemaliges Wasserschloß; Orangerie,
Hofgarten. In Rothenburg Stadtmauer mit Wehrgang, Rathaus (zwei Stilepochen),
St. Jakobuskirche (Riemenschneideraltar). In Feuchtwangen Marktplatz, romanischer
Kreuzgang und Stiftskirche; in Dinkelsbühl Deutsches Haus. Der Ort
Wolframs-Eschenbach ist Heimat des gleichnamigen Dichters (gest. 1220).
In Ansbach wurde 1833 Kaspar Hauser ermordet.
24.000 Annaberg-Buchholz, 93.000 (Kreis), meist evangelisch; 212 E/km².
Lage/Leistung:
Südlich von Chemnitz im Erzgebirge an der Grenze zur Tschechischen
Republik. Einst Silberbergbau, nach dem Zweiten Weltkrieg Uranabbau ("Wismut"-AG)
für die Sowjetunion. Etwas Landwirtschaft und Holzindustrie; Spitzenklöppelei.
Geschichte:
1496 als Bergstadt gegründet mit Silbererzabbau. Nach Erschöpfung
des Silberabbaues Spitzenklöppelei (Barbara Uttmann). Rechenmeister
Adam Riese (richtig: Ries, gest. 1559) war hier 36 Jahre im Bergbau tätig.
Weiteres:
Erzgebirgsmuseum, Museum Frohnauer Hammer (ehem. Kupfer- und Eisenhammer);
Spätgotische St. Annenkirche (um 1500, größte Hallenkirche
Sachsens); Adam-Riese-Haus. In Oberwiesenthal (höchstgelegene Stadt
Deutschlands am Fichtelberg, 1214 m) Fremdenverkehr und Wintersport.
27.000 Apolda, 87.000 (Kreis), meist evangelisch; 109 E/km².
Lage/Leistung:
Teil vom Thüringer Becken und Ettersberggebiet, umschließt
Weimar. In Apolda seit dem Mittelalter Strickwaren und Strumpfwirkerei.
Seit dem 18. Jh. Glockengießerei. In Bad Berka seit 1812 Heilquellen.
Geschichte:
Apolda 1119 als ummauerte Siedlung erwähnt. Entwicklung zur Fabrik-
und Handelsstadt.
Weiteres:
Apolda: Rathaus von 1559, das 1647 im Renaissancestil umgebaut wurde.
Glockenmuseum. Züchtung der Dobermann-Hunde.
(c) Dr. Frieder Thiele
http://www.apolda.de
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20.000 Sulzbach-Rosenberg, 102.000 (Kreis), je zur Hälfte evangelisch und katholisch; 81 E/km².
Lage/Leistung:
Östlich von Nürnberg in der Oberpfalz um die kreisfreie Stadt Amberg (siehe AM) liegt der Landkreis mit viel Landschaftsschutzgebiet (40 % des Kreises Mischwald). Erzgruben, Zementwerk, Elektroindustrie. Landwirtschaft auf kärglichem Boden.
Geschichte:
1034 erstmals genannt. Sulzbach, das 1934 mit Rosenberg vereint wurde, ist mittelalterliche Gründung. Einst viele Hammerwerke im Gebiet.
Weiteres:
Mittelalterliche Bauten, Grotten und Höhlen. Rathaus und Schloß in Sulzbach.
31.550 Aschersleben, 25.500 Staßfurt, 112.000 Aschersleben-Staßfurter-Landkreis,
meist evangelisch; 171 E/km².
Lage/Leistung:
Südrand der Magdeburger Börde bis zum nördlichen Harzvorland
mit den Flüßchen Bode und Eine. Kalisalzbergbau; Handwerk und
Werkzeugmaschinen- sowie Nahrungsmittelindustrie, Zuckerrübenanbau.
Geschichte:
Aschersleben: im 9. Jh. zum Bistum Fulda, im 11. Jh. Grafen von Ballenstedt.
1175 Stadt, 1332 an Halberstadt. 1426-1518 Hansestadt. Im 17./18. Jh. Tuchweberei.
Name kommt von lateinisch Aschavia, daher "Askanier". Staßfurt 805
erstmals und 1180 als Stadt erwähnt, seit 970 Salzgewinnung. Wiege
des Kalibergbaus (1857).
Weiteres:
Aschersleben: Spätgotisches Rathaus (Kunstuhr), Stadtbefestigung
mit 15 Wehrtürmen (Johannisturm); Stephanikirche (1406, Marienaltar).
Am Markt Krukmann'sches Haus. Konradsburg um 1080. Bei Staßfurt ehemalige
Klosterkirche Hecklingen.
Westliches Erzgebirge im Talzwiesel zwischen Zwickauer Mulde, Schwarzwasser
und Pöhla. Grenzkreis zur Tschechischen Republik. Metallverarbeitung
(Haushaltsgeräte), Textilindustrie (Spitzenklöppelei). In Schneeberg
Möbelindustrie. Wintersportgebiet. Nach 1945 Zentrum des sächsischen
Uranabbaues.
Geschichte:
Aue 1464 erstmals erwähnte Siedlung. Stiftskirche aus frühem
13. Jh. Ab 17. Jh. Kobalt-, Wismut und Zinnabbau. Schwarzenberg entstand
1170 neben einer Burg, 1292 Stadt. Böhmische Glaubensflüchtlinge
gründeten 1650 Johanngeorgenstadt. In Schneeberg einst Silbererzbergbau.
Weiteres:
Aue: Heimattiergarten. In Schneeberg St.-Wolfgang-Kirche mit Lukas-Cranach-Altar,
größte Hallenkirche Sachsens. Schwarzenberg "Perle des Erzgebirges":
Ehemaliges Jagdschloß mit Bergfried (1433). Gedeckte Holzbrücke.
Ausflugsgebiet Waschleithe mit Schaubergwerk. St. Georgkirche (1690).
37.000 Aurich, 25.000 Norden, 175.000 (Kreis), meist evangelisch; 136
E/km².
Lage/Leistung:
Am Ems-Jade-Kanal und Jadebusen der Nordsee, Polderlandschaft Krummhörn.
Hauptplatz des ostfriesischen Viehhandels. Zum Landkreis gehören die
Inseln Juist, Norderney und Baltrum. Kultivierte Hochmoore. In Norden-Norddeich
Fähren und ehemlige Küstenfunkstelle "Radio Norddeich".
Geschichte:
1270 erste Erwähnung. Im Mittelalter Vielzahl von friesischen
Einzelherrschaften. Familie Cirksena 1454 zu Reichsgrafen erhoben. Seit
1744 mit Unterbrechung preußisch. In Norden das Theelacht.
Weiteres:
Bürgermeister-Müller-Platz mit ältestem Ständeparlament
Europas. Auf dem südwestlich von Aurich gelegenen Hügel Upstallsbom
war bis zum 14. Jh. Versammlungsstätte der Friesen. Große Stiftsmühle.
In Norden Ludgerikiche (1445, Arp-Schnittger-Orgel). Nordschleuse (1931,
eine der größten der Welt).