18.500 Bad Reichenhall, 24.400 Berchtesgaden, 5.800 Laufen, 98.000
(Kreis), meist katholisch; 117 E/km².
Lage/Leistung:
Grenzt an Österreich. Kalkalpengebiet, Salzquellen. Fremdenverkehr,
Bergsteigen und Wintersport. Königssee, Watzmann (2713 m), Hochkalter,
Obersalzberg, Wendelstein und Kahlersberg. Bad Reichenhall mit Sole- und
Mineralquellen. Bergforsten und Holzschnitzkunst.
Geschichte:
1102 Augustinerchorherrenstift, das 1156 Reichsunmittelbarkeit und
Salzregal erhielt. 1810 von Österreich an Bayern.
Weiteres:
Bad Reichenhall mit Münster St. Zeno, Ramsau mit Hintersee; in
Berchtesgaden Schloß; Salzbergwerk, Kehlsteinhaus (Obersalzberg).
Alpen-Nationalpark.
Im östlichen Westfalen im Teutoburger Wald. Ursprünglich Leineweberei und Spinnereien. Pharmazeutische, Maschinen- und Textilindustrie, Handelszentrum. Sozialwerk Bethel (v.Bodelschwingh, "Stadt der Barmherzigkeit").
Geschichte:
Um 1015 erste Erwähnung. 1214 Stadtgründung, Kreuzung mittelalterlicher Handelsstraßen. 13. Jh. Sparrenburg der Grafen von Ravensberg. Im 15. Jh. Hansestadt.
Weiteres:
Universität (1967). Rudolf-Oetker-Halle, Crüwell- Haus, Kunsthalle. Burg Sparrenburg, Bauernhausmuseum. Altstädter Nikolai- und Neustädter Marienkirche.
An der Nahe im Hunsrück, östlich von Trier. Edelstein- und
Schmuckwarenindustrie (über 200 Betriebe). Idar-Oberstein als deren
Zentrum.
Geschichte:
Birkenfeld 981 zuerst erwähnt, 1569-1733 Residenz der Pfalzgrafen
von Zweibrücken; 1815 zu Oldenburg. 1937 zu Preußen. Altes Siedlungsgebiet,
seit 15. Jh. Suche nach Edelsteinen.
Weiteres:
Felsenkirche in Idar-Oberstein (1482). Deutsches Edelsteinmuseum, seit
1973 Diamant- und Edelsteinbörse. Deutsche Edelsteinstraße mit
17 Orten. Naturpark Saar-Hunsrück.
13.500 Bitburg, 5.800 Prüm, 94.000 (Kreis), meist katholisch;
58 E/km².
Lage/Leistung:
Südabdachung der Eifel, grenzt an Belgien und Luxemburg. Ackerbau
und Viehzucht, Brauereien. Mittlere Handwerksbetriebe. Stausee Bitburg
(Wassersport).
Geschichte:
In Römerzeit besiedelt. Seit keltischer Zeit viel Handel infolge
Kreuzung alter Handelsstraßen. 1262 Stadtrecht.
Weiteres:
Römermauer aus 4. Jh.; Römische Villa in Otrang (Mosaikböden).
Eifelpark mit Bärenschlucht. Luftkurort Prüm mit Benediktinerabtei.
Südlich von Tübingen. Hügeliges, mäßig fruchtbares,
waldreiches Land am Rande der Schwäbischen Alb, auf den Balinger Bergen
(bis 1000 m) Alpenflora. Textil- und Metallindustrie.
Geschichte:
836 ein Dorf erwähnt. Stammland der (Hohen)Zollern, deren Burg
aus dem 13. Jh. von 1850-67 nach alten Plänen wieder aufgebaut wurde.
Weiteres:
Bei Hechingen Burg Hohenzollern (Museum mit preußischer Tradition).
In Balingen Zollernschloß (Heimat- und Waagenmuseum). In Haigerloch
Schloß und Schloßkirche (aus 12. Jh.). In Albstadt Stauffenberg-Gedächtniskapelle.
Langgestreckter Landkreis an Unstrut, Saale und Weißer Elster in Leipziger
Tieflandsbucht und Nordrand vom Thüringer Becken. Zeitz ist Industriestadt, in der Gegend
Braunkohlevorkommen. Maschinen-, Textil-, Leder- und chemische Industrie. An Unstrut und
Saale Weinanbau (480 ha Rebfläche). Fremdenverkehr, gehört zur "Straße der
Romanik".
Geschichte:
Slawisches Siedlungsgebiet. Naumburg an Kreuzung von Handelsstraßen; um 1010 die
"Neue Burg", um 1228-1546 Bischofsitz. 1142 Stadtrecht. 1534-1935 Fürstenschule
Schulpforta in Bad Kösen, Naumburger Dom (1207). Zeitz 967 auf Synode zu Ravenna erwähnt
und als Bistum gegründet. 1278 Magdeburger Stadtrecht, 1813 an Preußen. Nebra im 11. Jh.
Marktflecken, 1254 Stadtrecht. Freyburg 1203 erstmals erwähnt.
Weiteres:
Naumburg: Peter und Paul-Dom, eines der bedeutendsten europäischen Baudenkmäler mit
zwölf Stifterfiguren. Rathaus (1517), Marientor, Bürgerhäuser, Wenzelkirche. Zeitz:
Barockschloß Moritzburg (1657); aus romanischer Basilika entstand 1429 spätgotische
Michaelskirche. Seckendorffsches Palais. Sechs Wehrtürme. Kloster Pforta (1128);
Burgruinen Saaleck (1050) und Rudelsburg (1171) im Saaletal. Nebra: Burgruine (16. Jh.).
Schloß Neuenburg mit 39m hohem Werhturm (1070). In Freyburg lebte Turnvater Fr. L.
Jahn (Jahnmuseum). In Droyßig Schloß (16.-18. Jh.).