An der Donau nordwestlich von Augsburg. Südlich liegt der Naturpark
Donauried. Haushaltswaren- und Miederwarenindustrie, Brauereien.
Geschichte:
Keltische Siedlungen v.Chr., Dillingen 1111 erstmals erwähnt.
Seit 1258 befestigte Stadt. 15.-18. Jh. Residenz, in der Zeit auch Universität,
von der aus die Gegenreformation gefördert wurde.
Weiteres:
Schloß (15. Jh.), Pfarrkirche St. Peter, Universität mit
Aula ("Goldener Saal"). Heimat von Albertus Magnus (Kirchenlehrer) und
von Wilhelm Bauer (Erfinder des U-Bootes).
Im "Dreistromland" von Peene, Trebel und Tollense mit Malchiner und
Kummerower Seen. Getreide-, Mischfutter- und Zuckerrübenwirtschaft,
Viehzucht; Maschinenbau. Gehört zur Pommerschen Burgenkette. Demmin
ist Hansestadt.
Geschichte:
Demmin um 1070 und 1128 erwähnte slawische Siedlung im Luizinland.
1249 Stadt mit Lübischem Recht. Malchin 1236 gegründet, 1621-1916
Tagungsort vom Mecklenburger Landtag. Altentreptow vor 1245 gegründet.
Petrikirche aus 14. Jh., 1637 schwedisch, 1720 preußisch.
Weiteres:
Demmin: Luisentor (15. Jh.), ursprünglich spätgotische, im
19. Jh. Umbau zur neugotischen Stadtkirche. Malchin: Stadttore aus 15.
Jh., 48 m hohe Getreidesiloanlage. In Stavenhagen 1810 Fritz Reuter geboren.
Altentreptow: Altstadt mit Demminer und Neubrandenburger Tor. "Großer
Stein" (133 m³ Granitfindling). In Dargun Zisterzienserkloster (1172).
91.000 Düren, 32.000 Jülich, 253.000 (Kreis), mehr katholisch;
269 E/km².
Lage/Leistung:
Östlich von Aachen an der Rur, Nordeifel. Textil- und metallverarbeitende
Industrie, auch Zuckerrübenanbau. Das Rurwasser ist wichtig für
Papierherstellung im Landkreis. Brauereien.
Geschichte:
In fränkischer Pfalz waren Reichsversammlungen. 1238 als freie
Reichsstadt an Jülich. Im 18. Jh. starke Industrialisierung. Winter
1944/45 stark umkämpfter Hürtgenwald.
Weiteres:
Leopold-Hoesch- und Papiermuseum, Friedens-Mahnmal, Evangelische Kirche
(1954). Talsperren Obermaubach und Schwammenauel. in Jülich eine Anzahl
von Renaissanceanlagen.
Im östlichen Ruhrgebiet an der oberen Emscher. Lößgebiet
am Hellweg (alte Heeresstraße von Aachen nach Berlin). Handels- und
Wirtschaftsmetropole Westfalens. Viel Industrie, führend im Brauereigewerbe
Europas. Verkehrstechnisch günstige Lage.
Geschichte:
Erwähnt 885 als Kaufmannssiedlung, bis 1803 freie Reichs- und
Hansestadt. 1302 Bergbau erwähnt, Bedeutung als Stadt des Fernhandels.
Durch Dreißigjährigen Krieg Niedergang. Seit Mitte des 19. Jh.
Entwicklung zur Industriestadt.
Weiteres:
Reinoldikirche (13. Jh., 105 m hoher Turm mit schweren Glocken), romanische
Marien- und Petrikirche (Schnitzaltar). Hohensyburg (sächsische Volksburg).
Westfalenhalle, Pferderennbahn.
Im Zentrum süddeutscher Metropolen.Im Ries kreisrunder Meteoritenkrater
(25 km Durchmesser). Metallindustrie, Elektronik, Puppenherstellung (Käthe
Kruse), Druckereien. Liegt an der Romatischen Straße.
Geschichte:
Donauwörth 1030 erstmals erwähnt, 1301 freie Reichsstadt.
In der Reformations- und Gegenreformationszeit schwer umkämpft. Nördlingen
in 6. Jh. alemannisch, 898 als karolingisches Königsgut erwähnt;
13. Jh. Handelsplatz.
Weiteres:
Profanbauten im donauschwäbischen Stil. Rathaus, Fuggerhaus (1539).
Schloß Leitheim. In Nördlingen rundum begehbare Stadtmauer mit
11 Türmen und 5 Toren. Rieskrater-Museum.
Beiderseits von Mündungen der Emscher und Ruhr in den Rhein. Rhein-Herne-Kanal.
Größter Binnenhafen der Welt (1210 ha Fläche). Stahl- und
Walzwerke, Grundstoffindustrien. Direkte Schiffahrtverbindungen zu allen
europäischen Häfen.
Geschichte:
Einstige Bauernschaft Meiderich und Ruhrort (Fischer- und Schiffersiedlung)
kamen 1905 zu Duisburg, 1935 auch noch Hamborn (schon in 2. Hälfte
vom 10. Jh. erwähnt). Fränkische Königspfalz. Bis zum 13.
Jh. Reichsmünzstätte. Seit 19. Jh. Bergbau.
Weiteres:
Rathaus in Nähe der Salvatorkirche. Mercatorbrunnen und -halle
(Gerhard Mercator schuf Seekarten). Sechs-Seen-Platte, Zoo mit Delphinarium,
botanische Gärten.
6.500 Dippoldiswalde, 39.000 Freital, 112.000 (Kreis), meist evangelisch; 153 E/km².
Lage/Leistung:
Im östlichen Erzgebirge an der Roten Weißeritz oberhalb der Talsperre Malter und im Döhlener Becken. Porzellan- und Glasindustrie, Landwirtschaft. Wintersportgebiet.
Geschichte:
Dippoldiswalde wettinischer Ort, vor 1218 zur Stadt ausgebaut. Vom Mittelalter bis 1864 Silber-, Kupfer- und Bleibergbau, zuletzt noch Zinn- und Steinkohleabbau.
Weiteres:
Dippoldiswalde: Stadtkirche (15.Jh.), Nikolaikirche: dreischiffige Basilika aus 13. Jh., später erneuert. Ehemaliges Schloß (1530), Talsperre (1909). Lohgerbermuseum. In Freital ehemaliges Renaissanceschloß, Bergbaumuseum. Weißeritzbahn (älteste Schmalspurbahn Sachsens) durch den Rabenauer Grund.
28.000 Delitzsch, 20.500 Eilenburg, 96.300 (Kreis), meist evangelisch;
124 E/km².
Lage/Leistung:
In Leipziger Tieflandsbucht mit Flüßchen Mulde. Teils etwas
Landwirtschaft, teils Sandboden mit Heide. Textilfabrikation, Süßwarenherstellung;
chemische, Möbel- und Papierindustrie. Wintersportgebiet.
Geschichte:
1145 Burgsiedlung Delce erwähnt. Auf Sorbenschanze errichtete
Heinrich I. die Ilburg. Eilenburg um 1150 Stadt. 1364 an Böhmen, 1402
an Meißen, 1815 preußisch.
Weiteres:
Delitzsch: Reste der Stadtmauer, Hallischer (mit Uhrwerk und Glocke)
und Breiter Turm. Dreischiffige Hallenkirche St. Peter und Paul. Im Schloß
Museum. In Eilenburg Sorbenturm (12. Jh.), Renaissancerathaus, Stadtkirche
mit Flügelaltar.