An der Weißen Elster in Hügellandschaft. Gera hat Textil-
und Werkzeugmaschinenindustrie. Bierbrauereien. Einige Jahrzehnte Uranerzabbau
im benachbarten Ronneburg; Elektroanlagenbau.
Geschichte:
995 erstmals erwähnt. 1569 protestantische Niederländer,
die die Tuchmacherei stark belebten. 1780 großer Brand. Sitz der
Fürsten Reuß j.L. Ehemals viele Tuchmacher und Gerbereien.
Weiteres:
Markt mit Renaissancerathaus, am Küchengarten Orangerie. Salvatorkirche.
Otto-Dix-Haus. Marktplatz mit Simsonbrunnen (1685).
Nördlich vom Wettersteingebirge mit Zugspitze (2.964 m). Murnauer
Moos ältestes deutsches Naturschutzgebiet. In weitem Talkessel das
Werdenfelser Land mit Alm- und Weidewirtschaft. Viel Waldbestand. Fremdenverkehr
und Wintersport. In Mittenwald Geigenbau.
Geschichte:
Garmisch 802 erstmals erwähnt. Partenkirchen entstand aus römischem
Kastell Partanum (um 257). 1130 Marktort. Grafschaft Werdenfels. 1936 dort
die 4.Olympischen Winterspiele.
Weiteres:
Alte Kirche, St. Martin. Partnachklamm. In Oberammergau alle 10 Jahre
Passionsspiele (nach Gelübde aus Pestjahr 1633).
27.900 Glauchau, 15.000 Hohenstein-Ernstthal, 151.000 (Kreis), meist
evangelisch; 406 E/km².
Lage/Leistung:
Zwickauer Mulde und erzgebirgisches Becken, westlich von Chemnitz.
Steinkohlegebiet. Maschinenbau- und Textilindustrie.
Geschichte:
Glauchau: 1170 Stammburg der Herren von Schönberg. Im 13. Jh.
Markt und Stadtrecht. 1867 August Bebel von hier aus in den Reichstag.
Hohenstein 1513 gegründet, 1521 Stadtrecht. 1898 mit Ernstthal vereinigt.
Weiteres:
Schloß Hinterglauchau (Museum) und Vorderglauchau. St. Georgskirche
(Silbermannorgel). In Hohenstein-Ernstthal Bürgerhäuser um den
Markt mit Tiefkelleranlagen. Sachsenring (Motor-Rennstrecke). Rote Mühle
(1697, ehemaliges Pochwerk). Geburtsort von Karl May.
295.500, je zur Hälfte evangelisch und katholisch.
Lage/Leistung:
In der Stadtlandschaft des Ruhrgebietes an der Emscher und dem Rhein-Herne-Kanal.
Früher "Stadt der tausend Feuer". (Kohle, Stahl). Verkehrsknotenpunkt.
World-Trade-Center Ruhrgebiet.
Geschichte:
1150 erste Erwähnung, 1843 Zusammenschluß kleiner Bauernschaften,
1920 die heutige Stadt.
Weiteres:
Schloß Berge (1264), Wasserschloß Horst (1570), Haus Luttinghof
(1308).
21.000 (Stadt), 114.500 (Kreis), meist katholisch; 247 E/km².
Lage/Leistung:
Am linken Rheinufer zwischen Speyer und Karlsruhe. Containerterminal-Hafen,
Schiffswerft, Kautschuk-Verarbeitung, Kartonagen-, Isolatoren- und Kraftfahrzeugherstellung.
Geschichte:
Vermutlich auf römischem Kastell errichtet. 1055 erstmals erwähnt.
1276 Reichsstadt. 1330 an Kurpfalz verpfändet. 1816-1919 deutsche
Festung.
Weiteres:
Kirche des ehemaligen Servitenklosters (14. Jh.). Straßenmuseum.
45.000 (Stadt), 152.200 (Kreis), meist evangelisch; 97 E/km².
Lage/Leistung:
An der Aller, Oker, Lachte und Ise, Südrand der Lüneburger
Heide. Zuckerrüben-, Spargel-, Kartoffelanbau. Mühlen. Wald,
Moor (Torf), Heide; etwas Industrie. Ölvorkommen. Bei Hankensbüttel
eine Otterschutz-Anlage.
Geschichte:
13. Jh. erstmals erwähnt als Zollstelle an der Salz- und der Kornstraße.
1350 Stadtrecht
Südlich vom Rhein-Main-Flughafen bei Frankfurt. Industriegroßbetriebe,
daher Verdreifachung der Bevölkerung nach Zweitem Weltkrieg. Obst-
und Spargelanbau. Wasserreiches Naturschutzgebiet, Erholungsmöglichkeiten.
Geschichte:
910 Groß-Gerau erwähnt. 1437 Stadtrecht für Rüsselsheim.
Dort gründete 1862 Adam Opel die gleichnamigen Autowerke aus einer
Nähmaschinenfabrik.
Weiteres:
In Groß-Gerau historisches Rathaus. In Rüsselsheim Festung
mit Stadtmuseum.