30.000 Greiz, 14.000 Zeulenroda, 129.000 Landkreis Greiz, meist evangelisch;
152 E/km².
Lage/Leistung:
An Weißer Elster zwischen Gera und Plauen waldreiche "Perle des
nördlichen Vogtlandes". Schieferhochflächen mit Landwirtschaft.
Textil- und Papierwarenindustrie. Großer Stechlinsee (Naturschutzgebiet),
Talsperren. Erholungsgebiet.
Geschichte:
Greiz ursprünglich slawisch. 1209 Burgsiedlung erwähnt. Residenz
des Fürstentums Reuß ä.L. Zeulen-roda 1325 erstmals erwähnt,
1438 Stadtrecht.
Weiteres:
Greiz: Oberes Schloß (1540 wieder errichtet), Unteres Schloß.
Greizer Webermarkt im Oktober. Zeulenroda: Rathaus mit 3 m hoher Themis-Statue.
In Hohenleuben Burgruine Reichenfels.
48.000 Goslar, 25.000 Bad Harzburg, 7.000 Braunlage, 16.500 Clausthal-Zellerfeld,
165.000 (Kreis), meist evangelisch; 168 E/km².
Lage/Leistung:
Fremdenverkehrszentrum im Harz. Papier- und Getränkeindustrie,
Gewerbe. Kurorte (Bad Harzburg hat 7 Heilquellen), Wintersport.
Geschichte:
Goslar 922 erstmals erwähnt. Silberbergbau (ab 968 in Rammelsberg).
Im 11.-13. Jh. Reichsversammlungen. Gründungsmitglied der Hanse. 1522
wirtschaftlicher Niedergang. Harzburg 1066, seit 16. Jh. Saline und Heilbad.
Weiteres:
Kaiserpfalz der Salier und Hohenstaufen (größter nichtkirchlicher
Bau des 11. Jhs., im 19. Jh. erneuert); Rathaus (15. Jh.), Domvorhalle,
Gildehäuser, Siemenshaus. In Clausthal-Zellerfeld Kirche "Zum Heiligen
Geist" (größte Holzkirche Mitteleuropas).
93.000 Gütersloh, 19.500 Halle/Westfalen, 44.000 Rheda-Wiedenbrück,
325.000 (Kreis), davon 8,5 % Ausländer; je gleichviel katholisch und
evangelisch; 336 E/km².
Lage/Leistung:
Benachbart ist Bielefeld. Holzverarbeitung, Fahrzeug-, Maschinenbau,
Elektrotechnik, Genuß- und Nahrungsmittel, (u.a. Spirituosen); Großverlag
Bertelsmann. 70 % der Fläche sind Landschaftsschutzgebiet.
Geschichte:
Um 1000 n.Chr. erste Siedlungen als Meierhöfe. Landkreis setzt
sich aus sechs rund tausend Jahre alten Herrschaften, der Grafschaft Ravensberg
und Teilen der Bistümer Münster, Osnabrück und Paderborn
zusammen. 952 Stadtrecht für Wiedenbrück; 1170 Wasserburg Rheda.
Weiteres:
Im Teutoburger Wald der Hermannsweg. Bei Schloß Holte-Stukenbrock
ein Safariland mit Hollywoodpark; sowjetischer Ehrenfriedhof. In Halle
Tennispark.
52.000 Gotha, 150.000 Landkreis Gotha, meist evangelisch; 160 E/km².
Lage/Leistung:
Im nördlichen Vorland vom Thüringer Wald. Waggon-, Textil- und Nahrungsmittelindustrie. Verlage. Im Landkreis Erholungsgebiete, u.a. Wintersport. Puppenstadt Waltershausen.
Geschichte:
775 Gotaha erwähnt, im 15. Jh. Blütezeit durch vielfältigen Handel. 1642 erstmals allgemeine Schulpflicht. Verleger Perthes (Kartographie). 1820 Erster Kontinentaleuropäischer Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. 1875 Gründung der "Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands".
Weiteres:
In Gotha barockes Schloß Friedenstein (1643, ehemals Sitz der Herzöge von Sachsen-Coburg-Gotha, Stammsitz des englischen und des belgischen Königshauses). Kartographisches Museum. Rathaus (1567). In Waltershausen erster deutscher Turnplatz. Gothaische Genealogische Taschenbücher (seit 1763). 1878 erstes Krematorium Deutschlands. Marienglashöhle.
20.000 Günzburg, 12.700 Krumbach, 117.000 (Kreis), meist katholisch;
153 E/km².
Lage/Leistung:
An der Mündung der Günz in die Donau, östlich von Ulm
und südlich vom Donaumoos. Textil-, Leder- und Maschinenindustrie.
Brauereien, Mühlen. Im Kreis Landwirtschaft mit Schwerpunkt Viehzucht.
Hoher Prozentsatz an Pendlern. In Krumbach (Iller-Lech-Platte) Dämmstoff-,
Kunststoff- und Teppichbödenherstellung. Weihnachtskrippen-Herstellung.
133.000 Göttingen (davon 31.000 Studenten), 28.000 Hann. Münden,
24.000 Duderstadt, 265.000 (Kreis), meist evangelisch; 237 E/km².
Lage/Leistung:
Waldreiches Gebiet zwischen Wesertal, Harz, Solling und Thüringer
Wald. Vorwiegend mittelständische Unternehmen im Bereich Südniedersachsen,
Optik, Feinmechanik, Labor- und Lasertechnik. Deutsche Märchenstraße.
Geschichte:
953 Erwähnung einer Marktsiedlung Gutingi, die zu Magdeburg gehörte.
1210 Stadtrecht, Erste Blütezeit von 1351-1572 als Hansestadt. An
der Georgia-Augusta-Universität (1734) lehrten die "Göttinger
Sieben" (Brüder Grimm u.a.) und 42 Nobelpreisträger (bis 1992).
Weiteres:
In Göttingen mittelalterlicher Stadtkern, altes Rathaus, Gänselieselbrunnen,
Bismarckhäuschen. Duderstadt mit tausendjähriger Geschichte,
dreitürmiges Rathaus. In Hannoversch-Münden Zusammenfluß
von Werra und Fulda zur Weser; dort "Doktor-Eisenbart"-Spiele. In Ebergötzen
Wilhelm-Busch-Mühle, die Vorbild für "Max und Moritz" war.Friedland
war bis 1989 Durchgangslager für Kriegsgefangene, Flüchtlinge
und Aussiedler. In Friedland-Mollenfelde Brotmuseum.
Mooriges und lehmiges Niederungswiesen- und Seengebiet der "Mecklenburger
Schweiz". Schiffbare Warnow und Bützow-Güstrow-Kanal. Holz-,
Eisen- und Nahrungsmittelindustrie, Landschaftsschutzgebiete.
Geschichte:
Güstrow: 1226 Domkollegiatenstift, zugleich planmäßige
Siedlung der Stadt. 1457 im Verbund Mecklenburgischer Städte. 1555-1695
Sitz der Herzöge von Mecklenburg-Güstrow. 1579 Domschule. 2.
Hälfte 19. Jh. Eisenbahnknotenpunkt. Teterow: wendische Burganlage
aus 7. Jh., 1235 Stadtrecht, bis ins 19. Jh. Handwerker- und Ackerbürgerstadt.
Bützow: seit 1239 Residenz der Schweriner Bischöfe; 1760-1789
Sitz der Universität Rostock.
Weiteres:
Güstrow: 1226 begonnener frühgotischer Dom mit Fürstengräbern.
1503 Marienkirche (fünfschiffige Bsilika) mit 53 m hohem Turm. 1522
Flügelaltar von Jan Bormann. 1558 bedeutendstes Renaissanceschloß
in Norddeutschland. In Gertrudenkapelle Gedenkstätte für Ernst
Barlach (lebte dort 1910-1938). Bützow: Backsteinhallen-Stiftskirche
vor 1250; neugotisches Rathaus. In Rühn Zisterzienserklosterkirche.
Schlemmin hat Fernsehturm mit Aussichtsplattform. Teterow: Burgwallinsel
im Teterower See mit Ausgrabungen. Auf Teterower Bergring seit 1930 zu
Pfingsten Grasbahn-Motorradrennen.