Zwischen Vogelsberg und Spessart, grenzt an Frankfurt/Main. Vielseitige
Industrie, Handelshafen am Main. Mehrere Heilbäder. Landwirtschaft
teils auf Löß, teils auf Sandboden.
Geschichte:
1166 Grafschaft Hanau, nach 1736 an Hessen-Kassel. 1597 Ansiedlung
reformierter Niederländer und Wallonen, die Hanau zum Wohlstand verhalfen.
Gold- und Silberschmiede. Gelnhausen durch Kaiser Barbarossa freie Reichsstadt
mit Kaiserpfalz. Geburtsort von H.J.Chr. von Grimmelshausen (1621/2, Simplizissimus)
und Ph. Reis (Telephon 1861).
Weiteres:
In Hanau Deutsches Goldschmiedehaus, Schloß Philippsruhe und
Schloßgarten (1701). Von Hanau über Kassel bis Bremen Deutsche
Märchenstraße.
29.300 Rathenow, 11.000 Nauen, 133.200 Kreis, meist evangelisch; 78
E/km².
Lage/Leistung:
Westlich von Berlin im Havelland und Klietzer Heide, am Havelländischen
Hauptkanal. Landwirtschaft mit Obstanbau, Viehzucht, Holzverarbeitung,
optische Werke.
Geschichte:
Rathenow 1216 erstmals erwähnt, 1295 Stadtrecht; Nauen 1295 Stadtrecht.
Weiteres:
Rathenow: Stadtkirche (1517), Schleusenplatz. Museum für Optik.
J.H.A. Dunker konstruierte im 19. Jh. erste Brillen, wie sie heute getragen
werden. In Nauen spätgotische Pfarrkirche; erste deutsche Radio-Großfunkstation
mit damals berühmtem Zeitzeichen. "Ribbeck im Havelland" (vgl. Fontane´s
Ballade).
Hansestadt und Hafen am Südende der Wismarbucht. Schiffbau und
andere Industrie. Fremdenverkehr.
Geschichte:
1229 im Zusammenhang eines Schutzbündnisses gegen Seeräuberei
erwähnt. Gehörte zum Wendischen Kontor der Hanse (1259). 1648-1803
zu Schweden, 1903 an Mecklenburg.
Weiteres:
100x100 m großer Marktplatz mit klassizistischem Rathaus, dem
Gebäude "Alter Schwede" (um 1380, Sitz der schwedischen Kommandantur)
und der Wasserkunst mit Glockendach (1580). Nikolaikirche (37 m hohes Mittelschiff);
Ruine der Georgskirche, 80 m hoher Turm der zerstörten Marienkirche.
Schabbelthaus. (Umkreis Wismar siehe NWM).
35.000 Höxter, 22.000 Warburg, 143.000 (Kreis), meist katholisch;
119 E/km².
Lage/Leistung:
Höxter liegt auf der Westseite der Oberweser und im Weserbergland,
Warburg im Erholungsgebiet Südegge-Diemeltal. Holz-, Gummi- und Nahrungsmitteindustrie,
Land- und Viehwirtschaft, Fremdenverkehr.
Geschichte:
822 Villa Huxori erwähnt mit der Gründung des Benediktinerklosters
Corvey. Von hier aus Christianisierung Norddeutschlands und Skandinaviens.
833 Markt- und Münzrecht. Nach 1250 Stadtrecht. 1803 Säkularisierung
der Fürstabtei. Warburg 1364 Hansestadt.
Weiteres:
Schloß Corvey (aus 9. Jh.) mit Grab von Hoffmann von Fallersleben.
Höxter ist durch Weserrenaissance geprägte Stadt. Warburg hat
mittelalterlich geschlossenes Stadtbild.