Zwischen Pfälzer Wald mit Naturpark (als Biosphärenreservat der UNESCO anerkannt)
und Nordpfälzer Bergland. Metallverarbeitende (u.a. Nähmaschinenfabrik) und
Kraftfahrzeug-Industrie, Universität, Fachschulen.
Geschichte:
An alter Handels- und Völkerstraße. 822 erste Erwähnung. 1276 Reichsstadt mit
Pfalz. 1688 französisch besetzt. 1816 an Bayern. Seit 1951 größte US-Garnison in
Europa.
Weiteres:
Stiftskirche (1260), Reste der Barbarossaburg (1152), Rathaus. Viele
Ausflugmöglichkeiten.
Im niederrheinischen Tiefland an der Niederländischen Grenze.
Nahrungs-, Genußmittel- (u.a. Spargelanbau) und Bauindustrie, Tulpenzucht.
Durch Spoykanal Verbindung zum Rhein. Naturschutzgebiete Reichswald und
Düffel.
Geschichte:
10. Jh. Reichsburg, 1242 Stadtrecht. 1406 Kanalverbindung. Anfang 17.
Jh. Jülich-Klevescher Erbfolgestreit. 1815 an Preußen. Im 18./
19. Jh. Kurbetrieb.
Westlich von Bautzen an der Schwarzen Elster eine Heide-Teichlandschaft
am Rand des Lausitzer Berglandes; Umgebung von Hoyerswerda. 499 m hoher
Sibyllenstein. Keramik- und Textilindustrie. Braunkohle-Tagebergbau. Wintersportgebiet.
Geschichte:
Ehemals sorbische Siedlung, 1225 erstmals erwähnt, 1346 zum Sechsstädtebund,
dadurch wirtschaftliches Aufblühen. Seit 19. Jh. Kohleabbau ("Schwarze
Pumpe"). Kamenz ist Geburtsstadt von G. E. Lessing (1729-1781).
Weiteres:
Marktplatz, St. Marienkirche (1400), Franziskaner Klosterkirche (16.
Jh.), Lessingmuseum. Zisterzienserinnenkloster Marienstern (1248) bei Panschwitz-Kuckau.
Auf einer Landbrücke am Bodensee. Nahrungsmittel-, Elektro- u.a.
Industrien, Durchgangsverkehr zur Schweiz, Zollstellen. Auf Reichenau Gemüse-
und Weinanbau. Singen im Hegau. Siehe auch BÜS.
Geschichte:
Konstanz im 2. Jh. römische Befestigung, um 590 Bischofssitz,
1237 Reichsstadt, 1414-18 Konstanzer Konzil (dabei einzige Papstwahl auf
deutschem Boden), 1806 an Baden.
Weiteres:
Konstanz: Kaufhaus am Hafen (1388, fälschlich Konzilsgebäude).
Münster. Bodensee-, Natur- und Rosgartenmuseum. Universität (1966).
Haus zur Kunkel. Bei Singen Festungsruine Hohentwiel (aus keltischer Zeit).
Insel Mainau (1932 vom Grafen Bernadotte erworben). Auf Reichenau 3 romanische
Kirchen. Im Ort Aach tritt die in Tuttlingen (siehe TUT) versickerte Donau
wieder hervor.
Am Zusammenfluß von Mosel und Rhein. Behörden-, Handels-
und Fremdenverkehrsstadt. Binnen-schiffahrtshafen.
Geschichte:
Erste Rheinbrücke von Koblenz nach Andernach durch Cäsar
(55.v.Chr.). 14 n.Chr. römisches Kastell Confluentes, 5. Jh. merowingischer
Königshof, 1018 ans Erzstift Trier, 1655 befestigt, 1798 französisch,
1815 an Preußen.
Weiteres:
1216 Siedlung vom Deutschritterorden, Deutsches Eck (1897, Mahnmal
zur deutschen Einheit; ab 1993 wieder Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmal); St. Kastorkirche
(1209), Kurfürstliche Residenz, Festung Ehrenbreitstein (12. und 16.
Jh.).
Im niederrheinischen Tiefland zwischen Rhein und Maas nordwestlich
von Düsseldorf. Textil-, Nahrungsmittel-, Edelstahl- und Elektroindustrie.
Rheinhafen.
Geschichte:
1105 erstmals als Krinfelde erwähnt. 1373 Stadtrecht, 1600 an
Nassau-Oranien, 1702 an Preußen.
Weiteres:
Museum Burg Linn (aus 15. Jh.), Deutsches Textilmuseum.
An der Fulda in geographischer Mitte Deutschlands. Naturpark Habichtswald.
Schwer- und Fahrzeugindustrie und Handwerk. In Hofgeismar Autozuliefererindustrie.
Bundessozialgericht.
Geschichte:
Um 900 fränkische Lagerfestung. 11. Jh. in Kaufungen Kaiserpfalz
und Kloster mit Stiftskirche, 1277 Residenz der Landgrafen von Hessen.
Im 17. Jh. Hugenottensiedlungen in und um Kassel, 1866 preußische
Provinz. Bad Karlshafen 1770 Hugenottensiedlung.
Weiteres:
Schloß Wilhelmshöhe (Gemäldegalerie), Herkules-Denkmal
(72 m hoch); Tapetenmuseum, Brüder-Grimm-Museum. Fridericianum erster
reiner Museumsbau auf dem Festland, Ottoneum erster deutscher Theatersteinbau
(1603). Alle 5 Jahre "documenta" (Documenta-Halle Fridericianum). Murhardsche
Bibliothek (Hildebrandslied). Museum für Sepulkral(=Beerdigungs)kultur.
Im Landkreis Sababurg (Dornröschen), Stiftskirche in Kaufungen mit
Freskenmalereien. In Hofgeismar Altstädter Kirche (Passions-Flügelaltar,
1310).
30.000 Kulmbach, 3.500 Stadtsteinach, 77.000 (Kreis), meist evangelisch;
117 E/km².
Lage/Leistung:
Im Frankenwald westlich vom Fichtelgebirge. Gemischtwirtschaftliche
Struktur, überwiegend Nahrungsmittelherstellung, Bierbrauereien, Waldgebiet.
Geschichte:
1035 erstmals erwähnt als Kulma. 1340 an die fränkischen
Hohenzollern, 1810 an Bayern.
Weiteres:
Plassenburg auf dem Festungsberg (1135), dort "Schöner Hof" und
Deutsches Zinnfigurenmuseum. Rathaus mit Rokokofassade. Pressecker Schichten
(Fossilien aus Kambriumzeit).
24.000 Sondershausen, 7.000 Artern, 101.000 (Kreis), meist evangelisch; 98 E/km².
Lage/Leistung:
Zwischen Höhenzügen Heinleite und Windleite, Unstrut in der fruchtbaren Goldenen Aue. Seit Mittelalter Solebäder; Kalisalzbergwerk, elektrotechnische Industrie. Naturpark Kyffhäuser.
Geschichte:
Sondershausen 1125 erstmals erwähnt, 1571-1909 Residenz der späteren Fürsten von Schwarzburg Sondershausen. 1892 ältestes Kaliwerk der Welt. Sächsische Reichsburg Kyffhausen.Bei Artern besiegte Heinrich I. die Ungarn. 1525 Zentrum der Bauernkriege unter Thomas Müntzer. Seit 1661 lebte in Artern Goethes Urgroßvater als Schmied.
Weiteres:
Sondershausen: Schloß (1534), Renaissancerathaus, Hofapotheke, Jagdschloß "Zum Possen". Bei Kelbra (ehemaliges Zisterzienserkloster) Kyffhäuser: Bergrücken mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal (1896) und der Barbarossahöhle. Bei Bad Frankenhausen Bauernkriegsgedenkstätte: größtes Panorama- Rundgemälde der Welt (Werner Tübke bemalte 14,5 x123 m Leinwand, 1989).