11.000 Bad Freienwalde, 5.600 Seelow, 27.000 Strausberg, 171.000 (Kreis)
meist evangelisch; 80 E/km².
Lage/Leistung:
Westgrenze des Oderbruchs, im Naturpark Märkische Schweiz, Barnimhochfläche.
Grenzt an Polen. Viel West-Ost-Verkehr (u.a. Straße zum einstigen
Küstrin). Viele Handwerksbetriebe. Landwirtschaft, Gemüseanbau,
Ziegeleien. In Freienwalde seit 1683 Moor- und Schwefelbäder.
Geschichte:
Strausberg als Barnimstadt seit 750 Jahren bekannt, höchstgelegene
Stadt der Mark Brandenburg (80m). Buckow (an drei Seen gelegene "Perle
der Märkischen Schweiz") ist ebenso alt. Bei Seelow (1274 Stadtrecht)
schwere Kämpfe gegen Ende des Zweiten Weltkrieges.
Weiteres:
In Bad Freienwalde Kurpark nach Plänen von Lenné. Strausberger
Tor. In der Marienkirche Flügelaltar mit "Maria auf der Mondsichel".
Auf dem Seelower Höhen "Gedenkstätte der Befreiung".
44.600 Merseburg, 10.900 Querfurt, 4.400 Bad Lauchstädt, 142.000 (Kreis), meist
evangelisch; 176 E/km².
Lage/Leistung:
Westrand der Querfurter Platte und östliches Harzvorland, an Saale und Waida.
Chemische Großindustrie (Leuna 1916, Buna 1936), Braunkohle-Tagebau. Bei Schkopau
Kraftwerkbau. Industrieregion mit hoher Wertschöpfung. Einkaufzentrum Saalepark. Im
westlichen Teil fruchtbares Landwirtschaftsgebiet. Gehört zur "Straße der
Romanik".
Geschichte:
Merseburg war um 780 Missions- und Handelszentrum. Erstmals erwähnt um 830, vor 930
Pfalz, 968 Bistum. Querfurt 1198 Stadtrecht, aus 10. Jh. eine der gewaltigsten Burganlagen
Deutschlands, die mehrfach den Besitzer wechselte. 1815 an Preußen. Lauchstädt war im
18. Jh. Luxusbad.
Weiteres:
Merseburger Dom (1015, in Domstiftsarchiv 1841 Entdeckung der Merseburger
Zaubersprüche, entstanden vor 750). Schloß (15. Jh., Merseburger Rabensage), Altes
Rathaus (15. Jh.) mit Staupenbrunnen; Eulenturm (13. Jh.). In Querfurt karolingische Burg
(899), Renaissance-Rathaus. Naherholungsgebiet Hermannseck und Unstruttal. In Bad
Lauchstädt ab 1802 durch J.W. Goethe Sommertheater.
(c) Dr. Frieder Thiele
http://www.merseburg-querfurt.de
(Hinzugefügt:
9-Mrz-2000
| Zugriffe seit 30-Jan-2001:
28
| Bewertung:
0
| Stimmen:
0
)
Oberes Lahntal. Marburg ist Universitätsstadt und hat verhältnismäßig
viele Sozialeinrichtungen. Im Luftkurort Biedenkopf mittelalterlicher Ortskern.
In der Region Kneippheilbäder.
Geschichte:
1122 als thüringische Marcpurg erwähnt. Zufluchtsort der
Heiligen Elisabeth, die 1231 dort 24jährig starb (vier Jahre später
Heiligsprechung). 1235 Grabeskirche, erster hochgotischer Kirchenbau Deutschlands.
1527 erste protestantische Universität. 1529 Religionsgespräch
zwischen Luther, Zwingli u.a. Reformatoren.
Weiteres:
Elisabethkirche mit goldenem Schrein und nach dem Zweiten Weltkrieg
Sarg des Reichspräsidenten Feldmarschall von Hindenburg. Früher
kurmainzische Amöneburg mit Schloßruine. Blindenstudienanstalt.
Schloß Biedenkopf (1290).
Wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt Westfalens. Dortmund-Ems-Kanal.
Chemische und elektrotechnische Industrie. Dienstleistungszentrum.
Geschichte:
An der Aa gelegene germanische Siedlung Mimingerneford. Um 793 Kloster,
seit 805 Bischofsitz. Um 1200 befestigte Stadt. Seit 1368 Hansemitglied.
1534-35vorübergehend Schreckensherrschaft unter "Wiedertäufern".
Weiteres:
St. Paulus Dom (13. Jh.; Grab von Kardinal Clemens August Graf von
Galen), Überwasserkirche, Lambertikirche (mit drei Käfigen der
hingerichteten Wiedertäufer), Prinzipalmarkt mit Bogengängen,
Erbdrostenhof, Stadtweinhaus und Rathaus. Schloß (heute Universität).
Nienberge mit Rüschhaus.
24.500 Neustrelitz, 80.000 Neubrandenburg, 170.000 (Kreis), meist evangelisch;
41 E/km².
Lage/Leistung:
Mecklenburger Seenplatte mit Tollensesee und Zierker See (über
300 Gewässer). Elektrotechnische, Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie,
Forst- und Landwirtschaft (Zuckerrüben und Viehzucht). Naturparks.
Geschichte:
In Bronzezeit besiedelt. Neustrelitz entstand aus wendischer Siedlung,
1349 Neubrandenburger Recht. 1712-1918 Residenz der Herzöge von Mecklenburg-Strelitz.
Neubrandenburg 1248 gegründet, 1292 an Mecklenburg. Mehrfach zerstört.
Weiteres:
Spätbarockes Neustrelitz mit Park (1790), Schloßkirche (Wahrzeichen
der Stadt). Neubrandenburg hat 2,3 km lange Befestigungsanlage mit Stadttoren
aus 14. und 15. Jh., 26 Wiekhäuser (Wachtgebäude zur Verteidigung).
Fritz-Reuter-Gedenkstätte.
18.200 Grimma, 19.000 Wurzen, 118.300 (Kreis), meist evangelisch; 135 /km².
Lage/Leistung:
In Leipziger Tieflandsbucht durchflossen von der Mulde. Landschaftsschutzgebiet mit viel Wald. Papier- und chemische Industrie, Teppichherstellung; Backwaren.
Geschichte:
Grimma: 1200 Meißnisches Schloß, 1220 Stadt, 1550 Fürsten- und Landesschule. Wurzen 961 erstmals erwähnt, um 1300 durch Bischöfe von Meißen zur Residenzstadt ausgebaut. 1581 an Kursachsen.
Weiteres:
Grimma: Romanisches Schloß, Pfarrkirche Unsere Lieben Frauen (13. Jh.). Göschenhaus (Klassikerverleger). Wurzen: Dom (1114, Kreuzigungsgruppe), Posttor am Crostigall hat kursächsisches und königlich-polnisches-litauisches Wappen.
Mittelsächsisches Bergland an der Zwickauer Mulde. Verkehrsknotenpunkt. Porphyrtuffbrüche, etwas elektrotechnische, Leder- und Möbelindustrie, hydraulische Anlagen. Im Landkreis Landwirtschaft
Geschichte:
Mittweida 1268 als Stadt bezeugt. Rochlitz:Um die Burg Siedlung, 1360 Ratsverfassung. Hainichen 1235 erstmals erwähnt, 1342 Stadt.
Weiteres:
Bei Mittweida Schloß Sachsenburg. In Heinichen Pfarrkirche mit Flügelaltar. Schloß Rochlitz (ehemalige Reichsburg, 995 erwähnt), Rochlitzer Berg, Kunigundenkirche (1476).
Auf der einst vulkanischen Hohen Eifel westlich von Koblenz, grenzt
an Rhein und Mosel. Schiefer- und Papierindustrie, Land- und Holzwirtschaft,
Weinbau.
Geschichte:
1041 erstmals erwähnt, 1291 Mayen Stadt. In Andernach war fränkische
Königsburg. Jahrhundertelang Basaltlava-Abbau.
Weiteres:
Genovevaburg (1280), Clemenskirche 1448 Runder Turm (56 m hoch). Schloß
Bürresheim. Burg Eltz. In Andernach Kirche Unsere Lieben Frau (1199).
Von Andernach bis Koblenz erste Rheinbrücke (Cäsar 55 v. Chr.).