110.400 Siegen, 21.700 Bad Berleburg, 270.000 Kreis Siegen-Wittgenstein,
überwiegend evangelisch; 239 E/km².
Lage/Leistung:
An der oberen Sieg im Siegerland. Metallverarbeitende, stahlverarbeitende,
Elektronik- und Maschinenbauindustrie; Oberflächenveredlung, Brauereien.
Geschichte:
Um 1170 als Stadt genannt, 1303 Soester Stadtrecht, 1606-1734 Residenz
der Fürsten von Nassau-Oranien, 1815 an Preußen. Berleburg 1322
an Wittgenstein; dort Schloß der Fürsten zu Sayn-Wittgenstein.
Jahrhundertelang Eisenerzverhüttung. Siegen ist Geburtsort von Peter
Paul Rubens (1577).
Weiteres:
Oberes und Unteres Schloß in Siegen, Martinikirche, Nikolaikirche
(Wahrzeichen der Stadt mit "Krönchen"). Glockenmuseum in Eiserfeld.
"Berleburger Bibel" (1726-42).
16.000 Sigmaringen, 17.000 Saulgau, 125.000 (Kreis), meist katholisch;
104 E/km².
Lage/Leistung:
In der Schwäbischen Alb an der oberen Donau, hügeliges Alpenvorland.
Maschinenfabriken, Brauerei, Fremdenverkehr. Im Landkreis Forst- und Landwirtschaft.
Geschichte:
1077 erstmals erwähnt, 1362 Stadtrecht, 1534 Hohenzollern, 1575
durch Erbteilung Linie Hohenzollern-Sigmaringen.
Weiteres:
Schloß (Wahrzeichen der Stadt) mit Marstallmuseum, Johannkirche
(1757). Franziskanerkirche Hedingen.
7.800 Simmern, 3.500 St.Goar, 99.200 (Kreis), meist katholisch; 103
E/km².
Lage/Leistung:
Südlich von Koblenz, St. Goar ist Winterhafen für Rheinschiffahrt.
Textil- und Möbelindustrie, Fertighausbau, Weinanbau. Fremdenverkehr.
Simmern ist wirtschaftliche und kulturelle Mitte des Hunsrücks mit
Höhenstraße.
Geschichte:
In St. Goar 760 Kloster, 1264 Stadt. Simmern 1072 erstmals erwähnt,
1330 Stadtrecht.
Weiteres:
Neues Schloß, Schinderhannesturm (1799). In St. Goar ev. Pfarrkirche
(Krypta und Wandmalereien). 132 m hoher Lorelei-Felsen (lur = Elfe, lei
= Fels).
Kreisgebiet um die Stadt Halle/Saale, wo auch der Kreissitz ist. Im
westlichen Landkreis Saaledurchbruch. Landwirtschaft, produzierendes und
Kleingewerbe, Handelsgewerbe.
Geschichte:
Bestimmt durch das Geschlecht der Wettiner. (siehe auch HAL).
Weiteres:
In Wettin die Stammburg der Wettiner (785, 961), Stiftskirche Petersberg
(1124). Doppelkapelle Landsberg. Gehört zur "Straße der Romanik".
27.000 Schleswig, 183.000 (Kreis), meist evangelisch; 88 E/km².
Lage/Leistung:
Am inneren Ende der fjordartigen Schlei. Nahrungsmittelindustrie, Fremdenverkehr,
Fischerei. Im Kreisgebiet Getreideanbau und Viehzucht.
Geschichte:
Wikinger-Siedlung an der Stelle des ehemaligen wichtigen Handelsplatzes
Haithabu (zerstört um 1070). 1196 Stadt. Im 12. Jh. Bischofssitz.
Residenz der Herzöge von Schleswig.
Weiteres:
St. Petri-Dom (11. Jh., Bordesholmer Altar), Wasserburg Schloss
Gottorf (heute Museum). Wikinger-Museum.
(c) Dr. Frieder Thiele
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34.000 Saalfeld, 30.000 Rudolstadt, 142.000 (Kreis), meist evangelisch;
136 E/km².
Lage/Leistung:
An der mittleren Saale und ihrem Nebenfluß Schwarza, Nordostrand
des Thüringer Schiefergebirges. Viele Burgen und Schlösser. Bergbau-,
Keramik- und Haushaltsgeräteindustrie; Süßwaren. Hohenwarte-Talsperre.
Kreuzung von Fernstraßen. Erholungsgebiet.
Geschichte:
Zur Eisenzeit (7. Jh. v. Chr.) Bergbau. Saalfeld: 899 karolingischer
Königshof, 1057 Burg, 1208 Stadt, 1680-1735 Residenz der Herzöge
von Sachsen-Saalfeld. Rudolstadt ehemals karolingische Grenzstation, gehörte
im 8. Jh. zum Kloster Hersfeld; 1326 Stadtrecht. 1574-1918 Residenz der
späteren Fürsten von Schwarzenburg-Rudolstadt. Im 18./19. Jh.
geistige Blütezeit. In Bad Blankenburg 1870 erster deutscher Fröbel-Kindergarten.
Weiteres:
Saalfeld: Markt mit Hofapotheke, Feengrotten (1914 in stillgelegtem
Bergwerk entdeckt). Johanneskirche (um 1300). Schloß, Burgruine "Hoher
Schwarm". Schloß Heidecksburg (1737). In Bad Blankenburg Ruine Greifenstein;
Klosterruine Paulinzella.
38.000 (Stadt), 215.200 (Kreis), meist katholisch; 469 E/km².
Lage/Leistung:
Nordwestlich von Saarbrücken an der mittleren Saar, grenzt an
Frankreich. Kraftfahrzeugteile- und Bergbaumaschinenfabrikation. Nahrungsmittelindustrie.
Geschichte:
1680 als Festung angelegt, 1815 an Preußen.
Weiteres:
Reste der Festung, Rathaus (darin Gobelinsaal). Oberfelsberg.
27.000 Meiningen, 18.000 Schmalkalden, 149.200 (Kreis), meist evangelisch;
123 E/km².
Lage/Leistung:
Im oberen Werratal zwischen Thüringer Wald, Rhön und Grabfeld.
Mittelständische und Landwirtschaft. Fremdenverkehr.
Geschichte:
Besiedlung aus Jungsteinzeit nachweisbar. Meiningen 982 erstmals erwähnt,
1153 Stadtrecht, 1680-1918 Residenz der Herzöge von Sachsen-Meiningen.
Schmalkalden 874 erstmals erwähnt, Eisenerzbergbau- und -verarbeitung.
1531 Schmalkaldischer Bund von evangelischen Fürsten und Städten,
1537 die Schmalkaldischen Artikel. 1583-1866 zu Hessen-Kassel.
Weiteres:
Meiningen: Zufluchtsort für Friedrich Schiller. Märchensammler
Ludwig Bechstein. Schloß Elisabethenburg. 1866 Hoftheater. Schmalkalden:
Renaissanceschloß Wilhelmsburg (1585) mit Museum. Altmarkt, Neumarkt
mit Hessenhof. Schaubergwerk Asbach.
Am Schweriner See (viertgrößter Deutschlands), hügelige
Waldlandschaft, Mecklenburger Seenplatte. Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern.
Geschichte:
Sachsen, Langobarden, Sueben und Vandalen siedelten im 1. Jh., verließen
um 600 das Land. Um 1000 siedelten slawische Völker. 1018 erstmals
die Burg "Zuarin" (d.h. Tiergebiet) erwähnt. 1160 durch Heinrich den
Löwen Grafschaft und Stadtgründung. Im 19. Jh. Residenzstadt
des Großherzogtums.
Weiteres:
Gotischer Dom mit 117 m hohem Turm, Schloß mit Schloßgarten
auf einer Insel gelegen, Ludwigslust.