Vogtland an Grenze zur Tschechischen Republik, wechselvolles Bergland südwestlich von
Zwickau. Weiße Elster. Textilindustrie, Färbereien, Maschinenbau; Zupfmusikinstrumenten-
und Harmonikaherstellung. Auf den Hochflächen Ackerbau und Viehzucht., Waldreichtum;
Wintersport. Bädergebiet. In Plauen (siehe PL) Sitz des Landkreises.
Geschichte:
Vogtland (Name seit 1254) wurde durch kaiserliche Vögte verwaltet. Im Mittelalter
Kupfer-, Zinn- und Eisenbergbau. Reichenbach um 1240 gegründet, 1271 Stadtrecht, 1422 an
die Wettiner. Klingenthal entstand um 1600. Oelsnitz war bis 1356 Sitz der Vögte.
Böhmiche Flüchtlinge begannen 1695 mit Musikinstrumentenbau.
Weiteres:
Reichenbach: Caroline-Neuber-Haus, Stadtkirche (1720) mit Silbermannorgel. Mylau:
Götzschtalbrücke (größte Ziegelsteinbrücke der Welt, 1846: 78 m hoch und 574 m lang).
Im Zwotagebiet Wasserscheide. Bad Brambach stärkste Radiummineralquelle der Welt. In
Markneukirchen Musikinstrumentenmuseum.
Kleinindustrie im spätmittelalterlichen Alsfeld und dem waldreichen
Schlitz, "Gipfelstadt des Vogelsberges", mit Stadtmauer und mehreren Burgen
(zwischen 1565 und 1755). Schotten (Berg Taufstein, 773 m). Landwirtschaft
und Fremdenverkehr.
Geschichte:
Alsfeld 1231 als Stadt erwähnt. 1247 von Thüringen an Hessen.
Schlitz seit 9. Jh., Burg Lauterbach um 1265.
Weiteres:
Vogelsberg mit 60 km Durchmesser ist größter erloschener
Vulkan Europas. Hessischer Naturpark. Alsfeld (Altstadt unter Denkmalschutz)
wurde 1975 "Europäische Modellstadt".
28.000 (Stadt), 122.000 (Kreis), meist evangelisch; 155 E/km².
Lage/Leistung:
An der Aller, die nahebei in die Weser mündet. Pferde- und Rinderzucht,
Heimtiernahrungsherstellung.
Geschichte:
782 erstmals erwähnte Marktsiedlung von Fährleuten und Fischern.
In dem Jahr ließ Karl der Große dort aufständische Sachsen
hinrichten. Um 850-1648 Bistumssitz, 1192 Stadt, 1405-1648 Reichsstadt.
Weiteres:
Dom (1000), Johanneskirche (ihr Turm ist ältester Backsteinbau
Nordwestdeutschlands). Sachsenhain. Deutsches Pferdemuseum. Verden ist
"Reiterstadt".
80.000 Viersen, 34.100 Kempen, 276.000 (Kreis), meist katholisch; 489
E/km².
Lage/Leistung:
In der linken Niederrheinebene, grenzt an die Niederlande. Textilindustrie;
Nahrungsmittel, Genußmittel- und Kunststoffherstellung. Naturpark
Maas-Schwalm-Nette; Süchtelner Höhen, Bockerter Heide.
Geschichte:
1182 erstmals erwähnt, 1713 an Preußen, 1856 Stadt, 1970
Eingemeindung der älteren Städte Süchteln und Dülken.
Kempen seit 890 belegt.
Weiteres:
Remigiuskirche (15. Jh.). In Kempen Kurkölnische Landesburg (um
1400, Wasserburg), Propsteikirche, Museum für Sakralkunst.
82.000 Villingen-Schwenningen, 20.700 Donaueschingen, 15.000 St. Georgen,
208.100 (Kreis), meist katholisch; 203 E/km².
Lage/Leistung:
Neckarquelle bis Ostrand des Schwarzwaldes. Metallwaren-, Elektrogeräteindustrie,
Uhren- und Schuhfabrikation. Kurorte: Bad Dürrheim und Villingen.
Fremdenverkehr. Triberger Wasserfälle (192 m, höchste Deutschlands).
Geschichte:
895 Schwennigen erstmals erwähnt, um 1444 an Württemberg.
817 Villingen erstmals erwähnt, 999 Markt-, Zoll- und Münzrecht.
1218 staufische Reichsstadt, 1326-1805 österreichisch, danach an Baden.
Donaueschingen war alemannische Siedlung, im 18. Jh. Fürstenberger
Residenz. Beide Städte wurden 1972 zur Doppelstadt vereint.
Weiteres:
Münster Unsere Lieben Frauen (1271), Franziskaner-Museum. In Donaueschingen
Schloß und Fürstenbergische Gemäldesammlung, wertvolle
Bibliothek (u.a. Nibelungenlied, um 1220). In Donaueschingen Zusammenfluß
von Breg und Brigach zur Donau. Neckarquelle im Stadtpark Schwenningen.