29.000 Zittau, 17.000 Löbau, 167.000 (Kreis), meist evangelisch;
274 E/km².
Lage/Leistung:
An der Lausitzer Neiße, grenzt an Polen und an die Tschechische
Republik. Im Lausitzer Bergland mit Reihendörfern. Mittelpunkt der
Oberlausitzer Textilindustrie, Motorenbau, Naturstein- und Nahrungsmittelindustrie;
Klavierfabrik.
Geschichte:
Zittau: 1238 Burg durch Böhmerkönig Ottokar I. Altes Handelszentrum
am Dreiländereck, 1635 an Sachsen. Löbau erstmals 1221 als Stadt
an Handelsstraße erwähnt. 1346 hier Gründung des Lausitzer
Sechsstädtebundes. In Herrnhut 1722 Gründung der christlichen
Brüderunität ("Losungen" seit 1728/31).
Weiteres:
Zittau: Spätgotische Kreuzkirche (vor 1283), ehemalige Franziskaner-Klosterkiche
Petri-Pauli und Hefftorbau (1268). Rathaus (Schinkelbau von 1840), Altes
Salzhaus. Löbau: Johanneskirche (17. Jh. mit besonderer Orgel). Löbauer
Berg mit Aussichtsturm aus Gußeisen (1854, 28m, ältester dieser
Art in Europa). Bei Kottmannsdorf die Spreequelle; dort Wasserscheide.
Cunewald hat größte Dorfkirche der Oberlausitz.
In westlicher Pfalz, grenzt an das Saarland und an Frankreich; liegt
an alter Fernstraße vom Rhein nach Lothringen. Landwirtschaft und
Viehzucht. Viel Wald. Trakehnergestüt Birkhausen. Schuh- und metallverarbeitende
Industrie.
Geschichte:
Um 1150 entstand gegenüber einer Burg auf dem anderen Ufer des
Schwarzbachs die Stadt. Die Verbindung zwischen beiden war lange nur durch
zwei Brücken möglich. Wechselvolle Besitzrechte, u.a. Anfang
des 18. Jhs. schwedisch.
Weiteres:
Herzogliches Schloß im nordischen Barockstil. 6 ha großer
Rosengarten. 1754 gegründetes Gestüt nahm 1945 ostpreußische
Trakehnerpferdezucht auf.