Willkommen zu deinem umfassenden Guide für den Gebrauchtwagen-Kauf. Hier erhältst du sämtliche wichtigen Informationen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Wir stellen dir einen komfortablen Kompaktwagen vor, der durch sein großzügiges Platzangebot und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis besticht. Besonders für junge Familien oder budgetbewusste Autokäufer kann dieses Fahrzeug eine sehr interessante Option sein.
Unser strukturierter Leitfaden führt dich systematisch durch alle relevanten Themen. Dazu gehören die Modellgeschichte, technische Daten, laufende Kosten und praktische Erfahrungen von Besitzern.
Unser Ziel ist es, dir eine klare Orientierung zu geben. Wir beleuchten sowohl Stärken als auch typische Schwächen dieses Modells. So erhältst du ein realistisches und vollständiges Bild, bevor du dich entscheidest.
Kia Shuma: Einführung in den komfortablen Kompaktwagen
Ein geräumiges Fahrzeug zu einem attraktiven Preis – das war das Versprechen des Kompaktwagens bei seiner Einführung. Er positionierte sich klar in der unteren Mittelklasse.
Sein Design als Fünftürer mit Schrägheck macht den Alltag leicht. Die großen Türen gewähren einen einfachen Zugang zu den Plätzen vorne und hinten.
Der großvolumige Kofferraum bietet viel Stauraum. Das ist ideal für den Wocheneinkauf oder Gepäck für die Familie.
Welches Fahrerprofil spricht dieses Modell an? Vor allem praktisch denkende Nutzer stehen im Fokus. Sie suchen viel Platz, ohne ein großes Budget zu haben.
Die Alltagstauglichkeit überzeugt in vielen Situationen. Ob im Stadtverkehr, bei Familienausflügen oder als zuverlässiges Zweitauto – es erledigt seine Aufgaben solide.
Trotz seines Alters hat der Wagen eine treue Fangemeinde. Besitzer schätzen seine Robustheit und Unkompliziertheit sehr. Es geht weniger um Prestige, sondern um solide Grundwerte.
Im direkten Vergleich mit zeitgenössischen Konkurrenten nimmt er eine interessante Marktposition ein. Er steht zwischen asiatischen und europäischen Modellen.
Die folgende Tabelle zeigt einen Vergleich wichtiger Eigenschaften:
| Modell | Baujahr (ca.) | Stärken | Typisches Image |
|---|---|---|---|
| Kia Shuma | 1997-2004 | Großzügiger Platz, attraktiver Anschaffungspreis, gute Garantie | Praktisch, solide, wertorientiert |
| Hyundai Elantra | 1996-2000 | Ähnliche Technikbasis, zuverlässig | Ebenfalls praktischer Asiate |
| Daewoo Nubira | 1997-2003 | Günstig in der Anschaffung | Einfacher Basis-Kompaktwagen |
| Mitsubishi Carisma | 1995-2004 | Komfortable Ausstattung, teilweise Allrad | Technisch interessanter |
| VW Golf IV | 1997-2003 | Hohe Verarbeitungsqualität, starke Werterhaltung | Premium-Kompaktwagen, etabliert |
Du erhältst hier einen ersten Überblick über Charakter und Einsatzgebiete. Das Konzept setzt auf Funktionalität und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Für viele ist es genau das richtige Auto.
Modellgeschichte und Generationen des Kia Shuma
Von 1997 bis 2004 prägte der Wagen die untere Mittelklasse und durchlief ein bedeutendes Facelift. Seine Historie ist überschaubar, aber für dich als Käufer entscheidend.
Du kannst die Bauzeit in zwei klar getrennte Generationen einteilen. Jede hat ihre eigenen Merkmale und Besonderheiten.
Die Unterscheidung ist wichtig. Sie beeinflusst Ausstattung, Technik und den Gebrauchtwagen-Preis.
Shuma I: Die erste Generation
Im Jahr 1997 startete die erste Serie, intern als RD bezeichnet. Sie etablierte die erfolgreiche Grundformel.
Für wenig Geld erhielt man viel Innenraum und eine solide Ausstattung. Das war das klare Verkaufsargument.
Das Design war funktional und auf große Zugänglichkeit ausgelegt. Der Fokus lag auf Praktikabilität im Alltag.
Shuma II (FB): Das Facelift mit mehr Raffinesse
Im August 2001 kam das große Update. Aus dem RD wurde der FB, oft Shuma II genannt.
Optisch wirkte das Auto nun moderner. Du erkennst es an den schlankeren Scheinwerfern und einem neuen Kühlergrill.
Auch die Stoßstangen wurden formschöner gestaltet. Das gab dem Kompaktwagen ein frisches Gesicht.
Im Innenraum verbesserte sich die Qualität spürbar. Die Materialien fühlten sich hochwertiger an, und die Bedienung wurde benutzerfreundlicher.
Technisch blieb die Plattform erhalten. Die Motoren wurden jedoch überarbeitet für mehr Laufruhe.
Die Ausstattungspalette wuchs. Damit wurde das Fahrzeug konkurrenzfähiger.
Die Produktion endete im Juli 2004. Einen direkten Nachfolger gab es bei Kia nicht.
Für dich als Gebrauchtkäufer ist dieser Vergleich essenziell. Die folgende Tabelle fasst die entscheidenden Daten und Merkmale zusammen:
| Merkmal | Shuma I (RD) | Shuma II (FB) |
|---|---|---|
| Produktionszeitraum | 1997 – August 2001 | August 2001 – Juli 2004 |
| Codename | RD | FB |
| Optische Highlights | Ursprüngliches, funktionales Design | Überarbeitete Scheinwerfer, neuer Kühlergrill, geänderte Stoßstangen |
| Innenraum | Funktionale, robuste Ausführung | Verbesserte Materialqualität, erhöhte Bedienfreundlichkeit |
| Technische Besonderheiten | Basis-Motoren, einfache Technik | Überarbeitete Motoren, erweiterte Ausstattungspalette |
| Ziel für Gebrauchtkäufer | Günstigster Einstieg, robuste Basis | Mehr Komfort und moderne Optik, oft bessere Ausstattung |
Mit diesen technischen Daten im Hintergrund fällst du eine informierte Wahl. Die Generationen unterscheiden sich deutlich in Charakter und Angebot.
Ähnliche Entwicklungen siehst du auch beim Hyundai Elantra, einem technisch verwandten Modell.
Die Modellgeschichte zeigt: Das Fahrzeug wurde stetig verfeinert. Für deinen Gebrauchtwagen-Kauf ist das eine wertvolle Information.
Das ADAC-Fazit zum Kia Shuma im Überblick
Ein unabhängiger Testbericht kann bei der Auswahl eines Gebrauchtwagens wertvolle Orientierung bieten. Der ADAC hat den Kompaktwagen einer gründlichen Prüfung unterzogen.
Sein Urteil liefert dir eine neutrale und differenzierte Bewertung. Dies ist eine solide Basis für deine Entscheidung.
Getestet wurde die Version Shuma II 1.8 Active aus den Baujahren 2003 bis 2004. Das Fazit des Automobilclubs ist prägnant und klar.
„Ein großes Auto zum niedrigen Preis, technisch und auch in punkto Sicherheit unter dem Niveau der europäischen Konkurrenz. Der Vierzylinder-Motor sorgt für respektable Fahrleistungen, läuft aber rau und verbraucht viel Sprit. Ein geräumiges Fahrzeug mit vier vollwertigen Sitzplätzen für junge Familien, denen Image und hoher Wiederverkaufswert weniger wichtig sind. Konkurrenten sind Daewoo Nubira, Hyundai Elantra und Mitsubishi Carisma.“
Dieses Zitat fasst die wesentlichen Test-Ergebnisse zusammen. Es bewertet das Gesamtpaket aus Preis, Raum und Technik.
Der große Pluspunkt ist eindeutig das preiswerte Platzangebot. Du bekommst viel Innenraum für vergleichsweise wenig Geld.
Auf der anderen Seite steht die Technik. Sie liegt laut ADAC unter europäischen Standards. Das betrifft auch Sicherheitsaspekte.
Die Fahrleistungen des 1.8-Liter-Motors werden als akzeptabel eingestuft. Kritik gibt es an der laufrauen Motorisierung und dem hohen Kraftstoffverbrauch.
Als ideale Nutzer sieht der Test junge Familien. Für sie stehen praktische Daten wie Sitzplatzzahl und Kofferraumvolumen im Vordergrund.
Luxus, Markenimage oder eine starke Werterhaltung sind dagegen sekundär. Das Auto erfüllt einen klaren Zweck.
Genannt werden auch direkte Konkurrenten. Das sind vor allem andere asiatische Modelle aus derselben Zeit.
Dieses Fazit dient dir als wichtige Referenz. Es hilft, Erwartungen realistisch einzuordnen.
Für deine Kaufentscheidung sind vor allem die Punkte relevant, die zu deinen Prioritäten passen. Brauchst du viel Platz für wenig Geld? Dann ist dieses Modell eine Überlegung wert.
Legst du großen Wert auf sparsamen Verbrauch und hohen Fahrkomfort? Dann könnten die genannten Schwächen ins Gewicht fallen.
Der ADAC-Bericht bietet eine fundierte Außenperspektive. Nutze sie, um deine eigene Wahl zu treffen.
Stärken und Schwächen: Ein ehrlicher Blick auf den Shuma
Vor dem Kauf steht die kritische Frage: Welche Eigenschaften sind dir wichtig, welche kannst du akzeptieren?
Eine ehrliche Gegenüberstellung hilft dir, ein ausgewogenes Bild zu gewinnen. So triffst du eine Entscheidung, die zu deinen Prioritäten passt.
Die großen Pluspunkte: Platz, Preis und Garantie
Die Stärken dieses Modells sind klar und überzeugend. Sie machen es für viele Käufer attraktiv.
Der außergewöhnlich große Kofferraum bietet 440 Liter Stauraum. Dazu kommt ein sehr geräumiger Innenraum, besonders auf den Vordersitzen.
Für Familien ist die gute Eignung für Kindersitze ein praktischer Vorteil. Die kräftige Heizung sorgt im Winter für schnelle Behaglichkeit.
Der günstige Anschaffungspreis war und ist ein Hauptargument. Du bekommst viel Auto für vergleichsweise wenig Geld.
Ein starkes Verkaufsargument war die damals ungewöhnlich lange Herstellergarantie. Sie umfasste drei Jahre und bis zu sechs Jahre gegen Durchrostung.
Die Kehrseite: Verbrauch, Wertverlust und Fahrkomfort
Auf der anderen Seite stehen einige deutliche Schwächen. Sie können je nach Nutzung ins Gewicht fallen.
Der hohe Kraftstoffverbrauch ist ein großer Minuspunkt. Je nach Motor und Fahrweise können über 9 Liter auf 100 km anfallen.
Der Fahrkomfort wird getrübt. Kritiker nennen ein unausgewogenes Fahrwerk und eine laute Motor- und Windgeräuschkulisse.
Der Wiederverkaufswert ist traditionell gering. Beim Gebrauchtkauf ist das ein Vorteil für dich, später beim Verkauf ein Nachteil.
Praktische Aspekte können im Alltag stören. Dazu zählen der beschwerliche Zustieg und der schlecht zugängliche Kofferraum.
Wir gewichten diese Punkte für dich. So siehst du klar, welche Stärken entscheidend und welche Schwächen akzeptabel sind.
Technische Daten des Kia Shuma II im Detail
Die objektiven Zahlen eines Autos verraten viel über seinen Charakter und seine Alltagstauglichkeit. Sie liefern die Basis für deine Bewertung von Größe, Praktikabilität und Fahreigenschaften.
Wir schauen uns die wichtigsten Spezifikationen des Facelift-Modells genau an. So verstehst du, was die technischen Daten für den täglichen Betrieb bedeuten.
Maße, Gewichte und Stauraum
Mit einer Länge von 4,53 Metern und einem Radstand von 2,56 Metern positioniert sich das Fahrzeug klar in der unteren Mittelklasse. Diese Proportionen sorgen für einen geräumigen Innenraum.
Das Leergewicht nach EU-Norm liegt bei 1206 Kilogramm. Die Zuladung beträgt 434 kg. Diese Daten geben dir Aufschluss über die mögliche Beladung für Urlaubsreisen oder Transporte.
Ein besonderes Highlight ist der Kofferraum. Sein Volumen beträgt im Normalzustand stolze 440 Liter. Das übertrifft viele direkte Konkurrenten seiner Zeit.
Durch umklappbare Rücksitze lässt sich der Stauraum auf bis zu 780 Liter erweitern. Diese Flexibilität macht den Wagen für viele Situationen sehr praktisch.
| Kategorie | Spezifikation | Details |
|---|---|---|
| Abmessungen | Länge | 4525 mm |
| Breite | 1720 mm | |
| Höhe | 1415 mm | |
| Radstand | 2560 mm | |
| Gewichte | Leergewicht (EU) | 1206 kg |
| zul. Gesamtgewicht | 1640 kg | |
| Stauraum | Kofferraumvolumen (normal) | 440 l |
| Kofferraumvolumen (maximal) | 780 l | |
| Fahrwerk | Federung vorn/hinten | Schraubenfedern |
| Servolenkung | Serie | |
| Bremse vorn/hinten | Scheibenbremsen | |
| Reifengröße | 205/45 R 16 V | |
| Sicherheitsausstattung | Airbag Fahrer/Beifahrer | Serie |
| ABS | Serie | |
| 3-Punkt-Gurte hinten | Serie | |
| Kopfstützen hinten | Serie |
Fahrwerk und Sicherheitsausstattung
Das Fahrwerk mit Schraubenfedern rundum und Scheibenbremsen an beiden Achsen entsprach zum Bauzeitpunkt dem gängigen Standard. Es bietet eine solide Basis für den Alltag.
Die serienmäßige Sicherheitsausstattung war für die Preisklasse angemessen. Fahrer- und Beifahrerairbag sowie ABS gehörten zur Grundausstattung.
Vergleicht man diese daten kia mit heutigen Standards, wird die damalige Positionierung deutlich. Das Auto bot solide Technik zu einem fairen Preis.
Die serienmäßige Ausstattung mit Sicherheitsgurten und Kopfstützen auf allen Plätzen rundete das Paket ab. Für Familien war das ein wichtiges Argument.
Ein Vergleich hilft, die damaligen daten richtig einzuordnen. Der Fokus lag auf einem guten Grundangebot ohne Schnickschnack.
„Die technische Ausstattung war auf einem soliden Niveau, das den Erwartungen an ein Auto dieser Klasse entsprach. Besonders der große Innenraum fiel positiv auf.“
Zusammenfassend bilden diese technischen Spezifikationen das Fundament. Sie erklären die Praktikabilität und den Komfort, für die das Modell bekannt ist.
Im nächsten Abschnitt geht es dann um die verschiedenen motor-Varianten und ihre Leistungsdaten. Dabei spielt der Hubraum in liter eine entscheidende Rolle.
Motorvarianten und Fahrleistungen: 1.6L und 1.8L im Vergleich
Unter der Haube des Kompaktwagens arbeiteten zwei bewährte Vierzylinder-Benziner. Ihre Motorleistung und ihr Drehmoment bestimmen, wie sich das Fahrzeug im Alltag anfühlt.
Für welche Variante du dich entscheidest, hat großen Einfluss auf Dynamik und Kraftstoffverbrauch.
Der kleinere 1,6-Liter-Motor leistet 102 PS (75 kW). Er gilt als die sparsamere und etwas schwächer motorisierte Wahl.
Für entspannte Stadtfahrten und bei geringer Beladung reicht seine Kraft völlig aus. Wer oft voll beladen ist oder Autobahnfahrten schätzt, sollte genauer hinschauen.
Der 1,8-Liter-Aggregat mit 114 PS (84 kW) bietet hier spürbar mehr Reserven. Sein Hubraum beträgt 1793 cm³.
Die maximale Leistung von 84 kW wird bei 5600 U/min erreicht. Das Drehmoment von 157 Nm steht bereits bei 4500 U/min zur Verfügung.
Das Ergebnis sind respektable Fahrleistungen: Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 10,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 196 km/h.
| Spezifikation | 1.6-Liter-Motor | 1.8-Liter-Motor |
|---|---|---|
| Hubraum | ~1,6 Liter | 1793 cm³ |
| Leistung (PS/kW) | 102 PS / 75 kW | 114 PS / 84 kW |
| Drehmoment | Nicht spezifiziert | 157 Nm bei 4500 U/min |
| Beschleunigung 0-100 km/h | Langsamer als 1.8L | 10,6 Sekunden |
| Höchstgeschwindigkeit | Geringer als 1.8L | 196 km/h |
| Charakter | Sparsam, ausreichend für leichte Nutzung | Dynamischer, besser für Volllast |
Beide Motor-Varianten arbeiten mit einer Saugrohreinspritzung. Zum Produktionszeitpunkt erfüllten sie die Schadstoffnorm Euro 3 (auch als D4 bezeichnet).
Der Vergleich zeigt klare Unterschiede. Der größere Benzinmotor punktet mit mehr Elan und entspannterem Reisen bei hohem Tempo.
Sein Drehmomentverlauf ist voller. Die Laufkultur beider Aggregate wird als solide, aber nicht als besonders fein beschrieben.
Welche Motorisierung ist die richtige für dich? Das hängt von deinem Fahrprofil ab.
Für den reinen Stadtverkehr und kurze Strecken kann der 1,6-Liter ausreichen. Willst du hingegen regelmäßig mit Passagieren und Gepäck unterwegs sein, ist der 1,8-Liter die empfehlenswertere Wahl.
Zur Getriebeauswahl: Serienmäßig kam ein 5-Gang-Schaltgetriebe zum Einsatz. Für bestimmte Modelle und Ausstattungslinien war auch ein Automatikgetriebe erhältlich.
Die Motortechnik an sich gilt als robust und langlebig. Voraussetzung ist, dass die regelmäßigen Wartungsintervalle strikt eingehalten werden.
Verbrauchswerte und Umweltbilanz des Kia Shuma
Die Betriebskosten eines Autos setzen sich nicht nur aus dem Kaufpreis zusammen. Sie werden maßgeblich vom Kraftstoffverbrauch bestimmt. Eine realistische Einschätzung ist für deine monatliche Kalkulation entscheidend.
Wir vergleichen die offiziellen Herstellerangaben mit dem realen Verbrauch im Alltag. Zusätzlich schauen wir uns das Ergebnis des unabhängigen ADAC Ecotests an. So erhältst du ein klares Bild.
Herstellerangaben vs. Realverbrauch
Die Werte des Herstellers basieren auf dem veralteten NEFZ-Messzyklus. Dieser bildet die Bedingungen im echten Straßenverkehr nur unzureichend ab.
Für den 1.8-Liter-Motor des Facelift-Modells gab Kia einen kombinierten Verbrauch von 9,0 Litern Normalbenzin auf 100 km an. Im Stadtverkehr waren es 12,2 Liter, außerorts 7,2 Liter.
Der ADAC ermittelte im Ecotest deutlich andere Werte. Sein realitätsnaher Test zeigt, was dich im Alltag erwartet. Besonders im Stop-and-go-Verkehr steigt der Spritverbrauch spürbar.
Die folgende Tabelle stellt die offiziellen und realen Daten direkt gegenüber:
| Verbrauchsart | Herstellerangabe (NEFZ) | ADAC Ecotest (Real) |
|---|---|---|
| Innerorts | 12,2 l/100 km | 11,0 l/100 km |
| Außerorts | 7,2 l/100 km | 6,7 l/100 km |
| Autobahn | nicht angegeben | 8,5 l/100 km |
| CO2-Ausstoß | 214 g/km | 197 g/km |
Du siehst: Der reale Verbrauch in der Stadt liegt laut ADAC bei über 11 Litern. Auf der Landstraße sind es knapp 7 Liter. Ein Autobahnwert von 8,8 Litern gilt als durchschnittlich.
Für dich bedeutet das höhere Kraftstoffkosten. Vor allem bei vielen Kurzstrecken solltest du das einkalkulieren.
Ergebnis des ADAC Ecotests
Der Ecotest bewertet die gesamte Umweltbilanz eines Fahrzeugs. Er vergibt Punkte für Schadstoffemissionen und CO2-Ausstoß.
Das Facelift-Modell mit dem 1.8-Liter-Aggregat erreichte eine Gesamtpunktzahl von 62 von 100. Das ist ein durchwachsenes Ergebnis.
Die Schadstoffemissionen wurden mit 49 Punkten als relativ gering eingestuft. Die CO2-Bewertung fiel mit nur 13 Punkten jedoch schlecht aus. Grund ist der hohe Verbrauch des Benzinmotors.
Dies führt zur schlechtesten CO2-Effizienzklasse G. Sie wirkt sich direkt auf die Höhe der Kfz-Steuer aus.
„Der Verbrauch ist in der Stadt mit 11,9 Litern und auf der Landstraße mit 6,9 Litern hoch. Ein Autobahnverbrauch von 8,8 Litern auf 100 km ist ein durchschnittlicher Wert.“ – ADAC Fazit
Du kannst den Verbrauch positiv beeinflussen. Eine vorausschauende Fahrweise und regelmäßige Wartung helfen. Dazu gehören korrekter Reifendruck und saubere Luftfilter.
Im Vergleich zu modernen Kompaktwagen mit Downsizing-Motoren fällt die Umweltbilanz deutlich ab. Das ist bei der Kaufentscheidung zu bedenken.
Diese Informationen sind essenziell für deine Kostenplanung. Sie helfen dir, die monatlichen Ausgaben genau einzuschätzen.
Kaufpreis und Ausstattungsvarianten des Shuma
Beim Gebrauchtwagenkauf lohnt ein genauer Blick auf die ursprüngliche Preisgestaltung und Ausstattung. Sie erklären den Charakter und heutigen Wert eines Fahrzeugs.
Der Neupreis des Facelift-Modells begann sehr attraktiv. Für den Shuma II 1.8 Active lag der Grundpreis im Januar 2003 bei 16.640 Euro.
Damit positionierte sich der Wagen klar unter 17.000 Euro. Das war ein starkes Argument für budgetbewusste Käufer.
Die Basisversion „Active“ bot schon serienmäßig viel Komfort. Zur Grundausstattung gehörten eine Klimaanlage und eine Zentralverriegelung.
Vier elektrische Fensterheber, Servolenkung und ABS waren ebenfalls Standard. Für die Sicherheit sorgten Fahrer- und Beifahrerairbag.
Dieser hohe Ausstattungswert zum kleinen Preis war ein wesentliches Verkaufsargument. Man bekam viel Auto für vergleichsweise wenig Geld.

Für mehr Komfort standen die höheren Linien „LS“ und „Wave“ zur Wahl. Gegen Aufpreis erhielt man zusätzliche Features.
Dazu zählten Aluminiumfelgen, ein Lederlenkrad oder ein Radio. Eine Metallic-Lackierung kostete damals extra 310 Euro.
Die sogenannte „klassenübliche Ausstattung“ war für 309 Euro erhältlich. Sie rundete das Paket weiter ab.
Heute, auf dem Gebrauchtmarkt, sind diese Aufpreise kaum noch spürbar. Der Zustand und die Laufleistung bestimmen den Preis.
Dennoch erhöhen die besseren Ausstattungen den Komfort im Alltag spürbar. Eine Klimaanlage oder elektrische Fenster sind heute selbstverständlich.
Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick über die typischen Ausstattungspakete. So kannst du Gebrauchtangebote besser vergleichen und einordnen.
| Ausstattungslinie | Serienmäßige Highlights (zusätzlich zu Basis) | Typische Aufpreis-Features (damals) |
|---|---|---|
| Active (Basis) | Klimaanlage, Zentralverriegelung, 4x elektr. Fensterheber, Servolenkung, ABS, Fahrer-/Beifahrerairbag | – |
| LS | Erweiterte Komfortausstattung | Alufelgen, höherwertiges Radio, teils Lederlenkrad |
| Wave | Komfortorientierte Linie mit besonderen Designakzenten | Metallic-Lackierung, spezielle Stoffbezüge, weitere Zusatzausstattung |
Beim Preisvergleich solltest du immer den genauen Ausstattungsumfang prüfen. Ein gut erhaltener „Active“ kann ein solides Angebot sein.
Ein „Wave“ mit Vollausstattung bietet dagegen mehr Fahrspaß. Die damalige Preisstrategie des Herstellers erklärt auch den heutigen geringen Wiederverkaufswert.
Für dich als Gebrauchtkäufer ist das vorteilhaft. Du profitierst von einem hohen Ausstattungsniveau zu einem niedrigen Preis.
Einen Überblick über aktuelle Angebote und Marktpreise findest du bei Autoscout24. Dort siehst du, wie sich Ausstattung auf den heutigen Wert auswirkt.
Zusammenfassend war das Fahrzeug ein kluges Preis-Leistungs-Paket. Die umfangreiche Basisausstattung machte den Einstieg leicht.
Die höheren Varianten boten zusätzlichen Komfort für kleines Geld. Diese Philosophie kommt dir auch heute auf dem Gebrauchtmarkt zugute.
Laufende Kosten: Was kostet ein Kia Shuma im Unterhalt?
Neben dem Anschaffungspreis sind die laufenden Kosten ein zentraler Faktor für die Wirtschaftlichkeit eines Gebrauchtwagens. Eine realistische Kalkulation gibt dir Planungssicherheit für die gesamte Besitzdauer.
Der ADAC bietet hier eine verlässliche Basis. Seine detaillierte Kostenrechnung für den Shuma II 1.8 zeigt dir alle Posten im Überblick.
Die monatliche Gesamtbelastung liegt bei etwa 475 Euro. Umgerechnet sind das 38,0 Cent pro gefahrenem Kilometer.
Diese Summe setzt sich aus verschiedenen festen und variablen Positionen zusammen. Die folgende Tabelle zeigt die Aufschlüsselung:
| Kostenposten | Monatliche Kosten (ca.) | Erläuterung |
|---|---|---|
| Gesamtkosten | 475 € | Vollständige Unterhaltskosten bei 15.000 km/Jahr |
| Betriebskosten | 209 € | Maßgeblich Kraftstoff, abhängig vom Verbrauch und der Fahrleistung |
| Fixkosten | 110 € | Beinhaltet Steuer und Versicherung |
| Werkstattkosten | 130 € | Durchschnitt für Wartung und Reparaturen |
| Wertverlust | 25 € | Sehr geringer monatlicher Abschreibungswert |
Kfz-Steuer und Versicherungskosten
Die jährliche Kfz-Steuer für dieses Modell fällt moderat aus. Sie beträgt ungefähr 91 Euro.
Grund sind die hohen CO2-Emissionen und die Schadstoffklasse Euro 3. Dieser Betrag ist ein fester, planbarer Posten in deinem Budget.
Die Versicherungskosten hängen stark von deinem persönlichen Profil ab. Dein Wohnort, das Alter und die Schadenfreiheitsklasse spielen eine Rolle.
Die Typklassen des Fahrzeugs liegen im mittleren Bereich. Sie sind mit 20/10/13 (Haftpflicht/Vollkasko/Teilkasko) angegeben.
Beispielrechnungen des ADAC zeigen mögliche Jahresbeträge. Für die Haftpflicht können rund 1.586 Euro anfallen.
Eine Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung liegt bei etwa 210 Euro. Die Vollkasko (500 € SB) kostet ungefähr 473 Euro im Jahr.
Werkstattkosten und Wertverlust
Die Ausgaben für Werkstatt und Reparatur sind vergleichsweise gering. Einfache Technik und robuste Bauweise wirken sich positiv aus.
Laut ADAC-Kalkulation sind monatlich 130 Euro für diesen Posten einzuplanen. Das beinhaltet regelmäßige Wartung.
Ersatzteile für dieses Fahrzeug sind gut verfügbar und preiswert. Das hält die Instandhaltungskosten niedrig.
Der Wertverlust ist bei einem so alten Auto kaum noch spürbar. Mit nur 25 Euro pro Monat fällt dieser Posten sehr klein aus.
Das macht den langfristigen Besitz kostengünstig. Deine Investition bleibt weitgehend erhalten.
Wir empfehlen dennoch eine monatliche Rücklage. Bestimmte Komponenten können altersbedingt verschleißen.
Ein detaillierter Kostenvergleich zeigt die Stärken und Schwächen. Der Wagen spart bei Werkstatt und Wertverlust. Nachteilig ist der hohe Kraftstoffverbrauch, der die Betriebskosten in die Höhe treibt.
Für budgetbewusste Autokäufer kann dieses Gesamtpaket attraktiv sein. Die überschaubaren Fixkosten und der minimale Wertverlust wiegen den höheren Spritverbrauch oft auf.
Die Herstellergarantie beim Kia Shuma: Ein großer Vorteil
Garantiebedingungen können ein klares Statement über das Vertrauen eines Herstellers in sein Produkt sein. Mit einer ungewöhnlich langen Neuwagengarantie setzte der koreanische Automobilbauer damals ein deutliches Zeichen.
Dieses umfassende Qualitätsversprechen war ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil. Viele europäische Konkurrenten boten zu dieser Zeit nur zwei Jahre Garantie.
Das Paket bestand aus mehreren, sich ergänzenden Komponenten. Es sollte Kunden langfristig binden und Sorgen nehmen.
Die folgende Übersicht zeigt dir die Details der damaligen Garantiebedingungen im Überblick:
| Garantieart | Laufzeit | Abdeckung |
|---|---|---|
| Fahrzeuggarantie | 3 Jahre | Alle wesentlichen Komponenten gegen Material- und Fabrikationsfehler |
| Lackgarantie | 3 Jahre | Schäden am Originallack durch Herstellungsfehler |
| Durchrostungsgarantie | 6 Jahre | Korrosion, die von innen nach außen durchbricht (Perforation) |
| Mobilitätsgarantie | 3 Jahre | Europaweite Pannenhilfe und Abschleppdienst |
Die sechsjährige Durchrostungsgarantie war besonders bemerkenswert. Sie sprach potenzielle Käufer direkt an, die Bedenken wegen Rost hatten.
Die europaweite Mobilitätsgarantie sorgte für zusätzliche Sicherheit auf Reisen. Bei einer Panne war man nicht auf sich allein gestellt.
Für dich als heutigen Gebrauchtkäufer ist diese ursprüngliche Herstellergarantie zwar abgelaufen. Sie liefert aber einen wertvollen Hinweis auf die damalige Qualitätsphilosophie.
Der Hersteller stand mit voller Überzeugung hinter seinem Produkt. Das spricht für eine solide Konstruktion und sorgfältige Verarbeitung.
Bei sehr jungen Gebrauchtwagen könnte unter Umständen noch eine Restgarantie bestehen. Dies solltest du beim Kauf gezielt erfragen und prüfen.
Für die Einschätzung der heutigen Zuverlässigkeit ist diese Historie ein wichtiger Puzzlestein. Ein Auto, für das der Hersteller so lange einstand, wurde mit hohen Standards geplant.
Ähnliche, kundenfreundliche Ansätze findest du auch bei anderen Modellen aus dieser Zeit. So profitierte beispielsweise der Hyundai Matrix als vielseitiger Begleiter von einem vergleichbaren Servicegedanken.
Zusammenfassend war die Garantie ein schlüssiger Teil des Gesamtpakets. Sie unterstrich den Anspruch, ein langlebiges und sorgenfreies Fahrzeug anzubieten.
Diese Information hilft dir, die langfristige Wertentwicklung besser zu verstehen. Sie ist ein Beleg für das damalige Vertrauen in die eigene Technik.
Gebrauchtwagenmarkt-Check: Aktuelle Preise und Angebote für den Kia Shuma
Eine Marktanalyse zeigt dir, was du für ein solides Gebrauchtfahrzeug heute wirklich bezahlen musst.
Die aktuelle Lage ist für Käufer interessant. Du findest den Kompaktwagen in einer sehr breiten Preisspanne.
Gute Exemplare beginnen bei etwa 1.500 Euro. Sehr günstige Angebote starten schon bei rund 300 Euro.
Nach oben hin liegen die Preise selten über 2.500 Euro. Der statistische Durchschnitt liegt bei ungefähr 1.870 Euro.
Dieser Preis hängt stark von mehreren Faktoren ab. Der Zustand ist dabei das wichtigste Kriterium.
Die Laufleistung spielt eine große Rolle. Typische Fahrzeuge haben zwischen 70.000 und über 150.000 Kilometer auf dem Tacho.
Die Ausstattungslinie beeinflusst den Wert ebenfalls. Ein „Wave“ mit Metallic-Lack ist oft teurer als eine Basisversion.
Die allermeisten angebotenen Autos sind die zweite Generation. Du erkennst sie am Facelift-Design.
Unter der Haube findest du meist die 1,6- oder 1,8-Liter-Motoren. Beide gelten als robust und einfach zu warten.
Gute Angebote mit niedriger Laufleistung sind relativ selten. Das Modell ist heute ein Nischenfahrzeug.
Die folgende Tabelle gibt dir einen konkreten Überblick über aktuelle Beispielangebote. So bekommst du ein Gefühl für das Preis-Leistungs-Verhältnis.
| Modell & Ausstattung | Baujahr | Laufleistung | Motor & Leistung | Getriebe |
|---|---|---|---|---|
| Shuma II 1.6 LS | 2002 | 137.442 km | 1.6L Benzin, 102 PS | Schaltgetriebe |
| Shuma II 1.6 LS Fastback | 2002 | 146.000 km | 1.6L Benzin, 102 PS | Automatik |
| Shuma II 1.6 | 2002 | 152.000 km | 1.6L Benzin, 105 PS | Schaltgetriebe |
| Shuma II 1.8 Wave | 2004 | 100.000 km | 1.8L Benzin, 114 PS | Schaltgetriebe |
Beim Preisvergleich musst du regionale Unterschiede beachten. In Ballungsräumen sind die Kosten oft höher.
Auch die Saison beeinflusst den Markt. Im Frühling und Sommer sind praktische Familienfahrzeuge gefragter.
Vergiss versteckte Kosten nicht. Die Überführung kann mehrere hundert Euro kosten.
Eine unabhängige Kaufuntersuchung ist eine kluge Investition. Sie gibt dir Sicherheit vor dem Kauf.
Wie erkennst du seriöse Verkäufer? Achte auf eine vollständige Anzeige mit vielen Bildern.
Ein klarer Preis und ein detaillierter Fahrzeughinweis sind gute Zeichen. Vage Formulierungen solltest du misstrauen.
Suche am besten auf großen Online-Marktplätzen. Auch spezialisierte Foren können lohnenswert sein.
Für ähnlich vielseitige und praktische Fahrzeuge aus derselben Ära lohnt auch ein Blick auf den Hyundai Matrix als vielseitigen Begleiter.
Zusammenfassend bietet der Gebrauchtmarkt attraktive Einstiegspreise. Für ein rundum gutes Auto solltest du im mittleren Bereich kalkulieren.
Mit Geduld und einer gründlichen Prüfung findest du ein zuverlässiges Angebot. So machst du ein gutes Geschäft.
Kaufberatung: Worauf sollte man beim Gebrauchtkauf achten?
Ein guter Gebrauchtwagenkauf basiert nicht auf Glück, sondern auf einer gründlichen Vor-Ort-Inspektion. Dieser Leitfaden hilft dir, typische Fallstricke zu erkennen und das Fahrzeug systematisch zu bewerten.
Typische Schwachstellen und Rostprobleme
Die Karosserie verdient deine besondere Aufmerksamkeit. Rost ist die häufigste Alterserscheinung bei diesem Modell.
Typische Schwachstellen sind die hinteren Radläufe und die Schweller im Heckbereich. Auch die Türunterseiten solltest du inspizieren.
Ein besonderes Problem ist eingebauter Schaumstoff in den Radkästen. Dieser kann Feuchtigkeit speichern und die Rostbildung von innen beschleunigen.
Technisch gilt der Antriebsstrang als robust. Voraussetzung sind regelmäßige Ölwechsel.
Falls verbaut, kontrolliere den Zustand und den Wechselintervall des Zahnriemens. Ein bekanntes, kilometerabhängiges Problem ist der Ausfall des Generators, oft um die 165.000 km.
Allgemeiner Verschleiß tritt vor allem bei unterlassener Wartung auf. Ein gepflegtes Exemplar ist daher die beste Wahl.
Nach der statischen Begutachtung folgt die dynamische Prüfung. Unsere Checkliste für die Probefahrt strukturiert diesen wichtigen Schritt.

Checkliste für die Probefahrt
Nutze die Fahrt, um alle Sinne einzusetzen. Höre auf ungewöhnliche Geräusche und achte auf das Fahrverhalten.
Teste alle Gänge des Schaltgetriebes auf einen sauberen, präzisen Schaltvorgang. Achs- oder Getriebegeräusche, besonders beim Beschleunigen oder in Kurven, sind Warnsignale.
Prüfe die Funktion aller elektrisischen Komponenten. Dazu gehören Fensterheber, die Klimaanlage, die Heizung und alle Scheinwerfer.
Vor und nach der Fahrt kontrollierst du die Flüssigkeitsstände. Überprüfe den Ölstand und den Kühlwasserstand.
Achte auch auf Anzeichen von Ölverlust am Motor oder am Getriebe. Tropfende Stellen sind ein klares Indiz für Undichtigkeiten.
Das Fahrwerk testest du auf Spiel, quietschende Geräusche oder einseitigen Federungsverschleiß. Eine kurze Fahrt über unebenes Pflaster bringt Mängel oft ans Licht.
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Prüfpunkte für dich zusammen. Gehe sie Punkt für Punkt ab.
| Prüfbereich | Konkrete Aktion | Worauf achten? |
|---|---|---|
| Karosserie & Rost | Sichtkontrolle bei gutem Licht | Rost an hinteren Radläufen, Schwellern, Türunterseiten. Zugang zu verdeckten Bereichen schaffen. |
| Motor & Antrieb | Kaltstart, Ölstand prüfen, auf Geräusche hören | Rauher Lauf, Ölverlust, Zustand Zahnriemen (Wechselintervall!). Generatorleistung. |
| Getriebe & Fahrwerk | Alle Gänge testen, über Bodenwellen fahren | Saubere Schaltvorgänge, Knacken/Quietschen aus Achsen, einseitiges Federn. |
| Elektrik & Komfort | Jede Funktion einzeln aktivieren | Fensterheber, Klimaanlage, Heizung, alle Beleuchtungen (innen/außen). |
| Flüssigkeiten & Dichtheit | Stände prüfen, Unterboden inspizieren | Öl-, Kühlwasser-, Scheibenwasserstand. Feuchte Stellen oder Tropfen. |
| Bremsen & Lenkung | Verschiedene Bremsmanöver, Lenkung in Stand | Bremsweg, einseitiges Ziehen, Spiel in der Lenkung, Ruckeln. |
Wir empfehlen abschließend einen unabhängigen Gebrauchtwagencheck. Ein Profi findet oft versteckte Mängel, die dir entgehen könnten.
Mit dieser systematischen Vorgehensweise minimierst du das Risiko, ein Fahrzeug mit versteckten Problemen zu erwerben. So wird dein Gebrauchtwagen zum verlässlichen Begleiter.
Zuverlässigkeit und Pannenstatistik
Die langfristige Zuverlässigkeit eines Gebrauchtwagens ist für viele Käufer das entscheidende Kriterium. Glücklicherweise schneidet das besprochene Modell hier positiv ab.
Laut der offiziellen ADAC-Mängeldatei sind aktuell keine systematischen, modellspezifischen Mängel für den Kia Shuma gemeldet. Das spricht für eine solide Grundkonstruktion.
Für die Einschätzung der Alltagstauglichkeit ist die ADAC-Pannenstatistik eine gute Orientierung. Sie zeigt, welche Bauteile bei älteren Fahrzeugen dieser Klasse generell anfällig sein können.
Typische Alterserscheinungen betreffen Verschleißteile. Dazu zählen:
- Stoßdämpfer und Radlager
- Antriebswellen und Gelenke
- Der Generator (bekanntes Problem um ca. 165.000 km)
Erfahrungsberichte von Besitzern bestätigen eine gute Zuverlässigkeit. Voraussetzung ist eine pflegliche Behandlung und regelmäßige Wartung.
Die einfache und erprobte Technik von Motor und Fahrwerk trägt wesentlich dazu bei. Es handelt sich um bewährte Komponenten ohne komplexe Elektronik.
Im Vergleich zu direkten Konkurrenten aus derselben Epoche steht das Fahrzeug gut da. Die Zuverlässigkeit ist vergleichbar mit anderen asiatischen Kompaktwagen.
Ein gut erhaltener Gebrauchtwagen mit vollständiger Servicehistorie ist ein verlässliches Auto. Die dokumentierte Wartung ist hier der Schlüssel.
Für dich als Käufer bedeutet das: Achte beim Kauf unbedingt auf ein vollständiges Serviceheft. Ein gepflegtes Exemplar mit klarer Historie minimiert das Pannenrisiko erheblich.
Zusammenfassend kann dieses Fahrzeug bei richtiger Pflege ein langlebiger und unkomplizierter Begleiter sein. Die Statistiken und Erfahrungen geben hier grünes Licht.
Erfahrungsberichte von Shuma-Besitzern
Was sagen die Menschen, die den Wagen täglich fahren? Ihre Einschätzungen sind oft wertvoller als jeder Testbericht.
Wir haben uns in Foren und Communities umgehört. Die ungeschönten Meinungen langjähriger Besitzer geben dir ein echtes Gefühl für den Alltag.
Diese Berichte ergänzen technische Daten perfekt. Sie zeigen, wo das Auto im täglichen Einsatz überzeugt und wo es Schwächen hat.
Alltagstauglichkeit und Komfort
Ein Thema dominiert fast jeden Erfahrungsbericht: der enorme Platz. Besitzer sind begeistert vom Innenraum und Kofferraum.
„Fährt sich super, keine Probleme, mega viel Platz. Rost hat meiner nicht.“ – TuningMVRostock
Für Familien oder Vielreisende ist dieser Vorteil entscheidend. Der große Kofferraum schluckt problemlos Kinderwagen oder Urlaubsgepäck.
Auch große Personen fühlen sich wohl. Auf allen Sitzen ist genug Beinfreiheit vorhanden.
Der Komfort der Sitze wird gelobt. Die Grundausstattung mit Klimaanlage und elektrischen Fensterhebern erweist sich im Alltag als praktisch.
Einige Besitzer merken jedoch an, dass die Materialien einfach wirken. Die Verarbeitung entspricht dem Preisniveau der damaligen Zeit.
„Seehr viel Platz. Kofferraum riesig. Realverbrauch knapp 14 Liter in der Stadt. Alles wirkt etwas billig verarbeitet.“ – Anonymer Besitzer
Die Heizung arbeitet effektiv und wärmt den Innenraum schnell auf. Das ist im Winter ein echter Komfortgewinn.
Langzeiterfahrungen mit Motor und Technik
Wie halten sich Antrieb und Technik über viele Jahre und Kilometer? Die Antworten der Besitzer sind überwiegend positiv.
Die Motorleistung der Benziner wird als völlig ausreichend empfunden. Die Aggregate gelten als robust und langlebig.
Voraussetzung ist die Einhaltung der Wartungsintervalle. Mit regelmäßigen Ölwechseln laufen die Motoren problemlos.
„Weitergehend keine Krankheiten. Bekannte Probleme: Rost am Schweller hinten und über den Radkästen. Generator-Ausfall bei ca. 165.000 km. Sehr viel Platz, auch für große Personen. Verbrauch 8-9 Liter, etwas hoch. Sehr zuverlässiges Auto.“ – Anonymer Kfz-Mechatroniker
Dieses Zitat eines Fachmanns fasst die typische Langzeiterfahrung präzise zusammen. Die Technik ist simpel und damit störungsarm.
Spezifische Schwachstellen kennen erfahrene Besitzer:
- Rostbildung an hinteren Schwellern und Radkästen.
- Ausfall des Generators bei etwa 160.000 bis 165.000 Kilometern.
- Verschleiß an Stoßdämpfern und Radlagern im hohen Alter.
Der Kraftstoffverbrauch, besonders im Stadtverkehr, wird von vielen als hoch empfunden. Wer vorausschauend fährt, kann ihn etwas senken.
Die Reparaturkosten fallen aufgrund der einfachen Technik und gut verfügbaren Ersatzteile gering aus. Das loben Besitzer besonders.
Die allgemeine Zuverlässigkeit ist der häufigste Grund für Zufriedenheit. Das Fahrzeug startet auch nach Jahren zuverlässig und erledigt seine Aufgaben.
Für dich bedeutet das: Ein gut gepflegtes Exemplar mit dokumentierter Historie kann ein treuer und unkomplizierter Begleiter sein. Die Erfahrungen der Besitzer bestätigen die solide Grundkonstruktion.
Konkurrenten des Kia Shuma: Ein Vergleich
Auf dem hart umkämpften Markt der unteren Mittelklasse musste sich jedes Fahrzeug gegen starke Mitbewerber behaupten. Ein direkter Vergleich hilft dir, die besonderen Vorzüge und Kompromisse des Kia Shuma besser einzuordnen.
Wir stellen dir die wichtigsten Rivalen aus seiner Bauzeit vor. So siehst du, welche Alternativen es gab und welches Auto wirklich zu deinen Bedürfnissen passt.
Hyundai Elantra und Daewoo Nubira: Die asiatischen Rivalen
Die direktesten Konkurrenten kamen oft aus demselben Teil der Welt. Sie verfolgten ein sehr ähnliches Konzept.
Für wenig Geld sollte man viel Auto bekommen. Der Fokus lag auf Ausstattung und Raum, nicht auf Fahrspaß.
Der Hyundai Elantra teilte sich sogar Teile der Technikbasis. Er war ein sehr naher Verwandter und ebenso zuverlässig.
Im Alltag bot er ein vergleichbares Platzangebot. Sein Design war jedoch konservativer.
Der Daewoo Nubira setzte noch stärker auf den günstigen Preis. Er war oft die preiswerteste Option im Segment.
Die Verarbeitung fiel hier etwas einfacher aus. Dafür war die Anschaffung extrem kostengünstig.
Beide Modelle standen für ein pragmatisches Kaufargument. Sie waren ehrliche Gebrauchsgegenstände.
Mitsubishi Carisma und europäische Alternativen
Eine andere Herangehensweise zeigte der Mitsubishi Carisma. Er positionierte sich etwas höherwertig.
Sein Name war Programm. Das Fahrzeug wollte mit einer gewissen technischen Raffinesse punkten.
Teilweise war sogar Allradantrieb erhältlich. Das Innenraumdesign wirkte oft moderner.
Die wirklich große Konkurrenz kam jedoch aus Europa. Hier setzten andere Prioritäten.
Modelle wie der VW Golf IV, Opel Astra G oder Ford Focus I überzeugten im Fahrkomfort. Ihre Fahrwerke waren besser abgestimmt.
Die Verarbeitungsqualität im Innenraum fühlte sich hochwertiger an. Das schlug sich damals im Neupreis nieder.
Auch der Peugeot 307 bot ein innovatives Design. Er war ein sicherer und komfortabler Familienwagen.
Der große Vorteil dieser europäischen Fahrzeuge: ein deutlich besserer Wiederverkaufswert. Das schützte die Investition.
| Modell | Typische Stärken | Preisniveau (damals/heute) | Fahrkomfort | Zielgruppe |
|---|---|---|---|---|
| Kia Shuma | Maximaler Platz, sehr günstige Anschaffung, lange Garantie | Sehr niedrig / Sehr niedrig | Ausreichend, aber laut und verbrauchsstark | Budgetbewusste, platzsuchende Familien |
| Hyundai Elantra | Ähnliche Technik, hohe Zuverlässigkeit | Niedrig / Niedrig | Vergleichbar mit Shuma, solide | Pragmatische Käufer, die auf bewährte Technik setzen |
| Daewoo Nubira | Günstigster Einstiegspreis | Sehr niedrig / Sehr niedrig | Einfach, Basis-Komfort | Käufer mit absolut minimalem Budget |
| Mitsubishi Carisma | Technisch interessanter, teils Allrad, besseres Design | Mittel / Niedrig | Komfortabler, ruhiger | Käufer, die etwas mehr Ausstattung und Technik wollen |
| VW Golf IV | Hervorragende Verarbeitung, starke Werterhaltung, gutes Fahrwerk | Höher / Höher | Sehr gut, abgestimmt und komfortabel | Anspruchsvolle Käufer, die Wert auf Qualität und Image legen |
| Opel Astra G / Ford Focus I | Gute Fahrwerksdynamik, ausgewogenes Gesamtpaket | Mittel / Mittel | Gut bis sehr gut, fahrerorientiert | Fahrspaß-orientierte Familien und Pendler |
Deine Entscheidung hängt von den Prioritäten ab. Möchtest du maximalen Platz zum absolut niedrigsten Preis?
Dann ist das Konzept des asiatischen Kompaktwagens ideal. Du investierst wenig und bekommst viel Volumen.
Legst du größeren Wert auf Fahrspaß, Wertigkeit und langfristige Werterhaltung?
Dann lohnt ein Blick auf die europäischen Alternativen. Sie kosten in der Anschaffung mehr, bieten aber ein rundum hochwertigeres Erlebnis.
Der Gebrauchtmarkt für diese Fahrzeugklasse ist heute sehr groß. Du findest eine breite Auswahl an gut erhaltenen Modellen.
Unser Vergleich hilft dir, den Kia Shuma im richtigen Kontext zu sehen. So triffst du eine fundierte Wahl, die wirklich zu dir passt.
Einen Überblick über die aktuelle Marktsituation und Fahrzeuge findest du bei Autoscout24.
Fazit: Für wen lohnt sich der Kia Shuma als Gebrauchtwagen?
Die Gesamtbetrachtung aller Fakten führt zu einem eindeutigen Zielgruppenprofil. Der Kia Shuma ist heute ein echtes Schnäppchen für eine pragmatische Käufergruppe.
Er ist die ideale Wahl für sehr budgetbewusste Nutzer, die maximalen Raum zum Minimalpreis benötigen. Als praktisches Familienauto für kurze und mittlere Strecken überzeugt er. Ein gutes Angebot hat eine klare Wartungshistorie und einen rostfreien Zustand.
Für Vielfahrer auf der Autobahn sind die hohen Kraftstoffkosten und der Komfort jedoch Nachteile. Dieses Auto belohnt dich mit Robustheit, nicht mit Luxus oder Fahrspaß.
Für die richtige, anspruchslose Nutzung ist er ein Gebrauchtwagen mit viel praktischem Wert. Mit diesem Wissen kannst du nun deine fundierte Entscheidung treffen.





